Voll gelaufene Keller, weggespülte Schafe! Unwetter sorgt für hunderte Einsätze der Feuerwehr

Hamburg - Unterspülte Auffahrten, voll gelaufene Keller und eine weggeschwemmte Schafherde! Starkregen hat bis tief in den Morgen am Donnerstag für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Norden gesorgt.

Die Feuerwehr musste vielerorts, wie hier im Kreis Segeberg, wegen unterspülter Straßen ausrücken.
Die Feuerwehr musste vielerorts, wie hier im Kreis Segeberg, wegen unterspülter Straßen ausrücken.  © Kreisfeuerwehrverband Segeberg

In Schleswig-Holstein musste eine Auffahrt zur A23 bei Itzehoe in Richtung Hamburg gesperrt werden.

Wie die Polizei vermutet, haben die Wassermassen die Fahrbahn unterspült.

Zudem kam es auf der A23 und der A7 aufgrund der Wetterverhältnisse zu zahlreichen Unfällen.

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Alleine zwischen Neumünster und Hamburg mussten die Einsatzkräfte in der Nacht sechsmal ausrücken. Laut Polizei waren nicht angepasste Geschwindigkeit und oder Aquaplaning die Gründe.

Bei den Unfällen wurden insgesamt eine Person schwer und sechs weitere leicht verletzt.

Am Morgen kamen noch mindestens sechs weitere Unfälle hinzu.

Der Starkregen sorgte in der Region allerdings auch zu tierischen Einsätzen. In der Nähe des Atomkraftwerkes Brokdorf habe es so stark geregnet, dass mehrere Schafe von ihrer Weide gespült wurden.

"Da war so viel Starkregen, dass die Schafe unverletzt über den Zaun gekommen sind. Mittlerweile sind alle wieder zurück", sagte die Polizei.

Haus wird von Wassermassen unterspült und droht einzustürzen

Teile der Trauerweide krachten auf die parkenden Autos.
Teile der Trauerweide krachten auf die parkenden Autos.  © Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

Im Kreis Pinneberg war ein Baum aufgrund des Unwetters auf ein Auto gestürzt. Eine im Fahrzeug sitzende Frau ist dabei schwer verletzt worden.

In Elmshorn zählte die zuständige Regionalleitstelle zwischen Mittwochmittag und Donnerstagmorgen 1 Uhr insgesamt 247 wetterbedingte Einsätze.

Auch in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Ostholstein hatte die Feuerwehr viel zu tun. 180 Mal rückten die Einsatzkräfte seit Mittwochnachmittag aus.

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In Bad Schwartau (Kreis Ostholstein) wurde ein Haus zum Teil unterspült und drohte einzustürzen. Es wurde von Einsatzkräften gesichert.

Die Feuerwehr Neumünster zählte 14 wetterbedingte Einsätze, ebenfalls hauptsächlich überflutete Keller und Straßen.

In westlichen Mecklenburg-Vorpommern haben die starken Regenfälle ebenfalls für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen gesorgt. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim rückten die Einsatzkräfte 62-mal seit dem späten Mittwochnachmittag aus.

Titelfoto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg

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