Gasaustritt in Hamburg! Eine Tote, mehrere Verletzte

Hamburg - Im Hamburger Stadtteil Rotherbaum hat es am Donnerstagnachmittag einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gegeben: Bei einem Gasaustritt kam eine Frau ums Leben.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.
Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.  © Blaulicht-News.de

Nach ersten Informationen hatten mehrere Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Heimhuder Straße gegen 14.40 Uhr über plötzliches Unwohlsein geklagt.

Die eintreffende Feuerwehr vermutete schnell ein Gasleck, das möglicherweise an einer defekten Heizung entstanden war. Mit einem Messgerät stellten sie eine hohe Konzentration von Kohlenmonoxid fest.

Wie eine Sprecherin der Polizei gegenüber TAG24 bestätigte, kam für die Wohnungsinhaberin jede Hilfe zu spät. Sie konnte nur noch tot aus dem Haus geborgen werden.

Hamburg: "Zahlreiche Vorschläge": Was wird aus der umstrittenen Bismarck-Statur?
Hamburg "Zahlreiche Vorschläge": Was wird aus der umstrittenen Bismarck-Statur?

Sechs weitere Menschen wurden durch das unsichtbare Gas verletzt, darunter auch zwei Polizisten und zwei Feuerwehrleute. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der Großeinsatz mit rund 70 Einsatzkräften läuft noch. Weitere Hintergründe sind noch nicht bekannt.

Update, 18.30 Uhr: Frau wurde seit Donnerstag vermisst

Einsatzkräfte stehen vor dem Haus in der Heimhuder Straße.
Einsatzkräfte stehen vor dem Haus in der Heimhuder Straße.  © Blaulicht-News.de

Wie die Polizei am Abend weiter bekannt gab, sei die Frau am Donnerstag als vermisst gemeldet worden, nachdem sie am Morgen nicht zur Arbeit erschienen war. Die Feuerwehr rückte an, um die Wohnungstür zu öffnen, erklärte die Polizeisprecherin weiter.

In der Wohnung hätten die Einsatzkräfte dann die Tote gefunden und die erhöhte Konzentration des Atemgifts Kohlenmonoxid festgestellt.

Die sechs Verletzten, darunter auch zwei Anwohner, seien mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht worden. Das Zehn-Parteien-Wohnhaus wurde vorsorglich evakuiert.

55-jähriger Mann stürzt kopfüber ins Wasser! Zeuge zögert keine Sekunde
Hamburg Unfall 55-jähriger Mann stürzt kopfüber ins Wasser! Zeuge zögert keine Sekunde

Noch ist weiter unklar, wie es zu dem Kohlenmonoxidaustritt kommen konnte. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Update, 19.10 Uhr: Einsatz dauert weiter an

Laut Lagedienst der Polizei war der Großeinsatz auch am Abend noch nicht beendet. Das Haus wurde zwischenzeitlich ausgiebig gelüftet, hieß es.

Wie es zu dem schrecklichen Unglück kommen konnte, bleibt weiter unklar. "Die Ermittlungen dauern an", sagte ein Sprecher.

Update, 24. September, 11.16 Uhr: Ursache weiter unklar

Wie die Polizei am Freitag weiter mitteilte, handelt es sich bei der Toten um eine 28 Jahre alte Frau.

Demnach hatte ein Bekannter der Frau die Polizei verständigt und berichtet, sie habe sich während eines Telefonats ungewöhnlich verhalten. Dann sei sie nicht mehr erreichbar gewesen.

Zwei Polizeibeamte (30, 33), zwei Feuerwehrbeamte (34, 35) und zwei hinzugekommene Anwohner (29, 52) zeigten während der Evakuierung Anzeichen einer Kohlenmonoxidvergiftung. Die beiden Polizeibeamten wurden zur Beobachtung vorsorglich stationär aufgenommen, die anderen vier Betroffenen wurden jeweils ambulant behandelt.

Die Ermittlungen, sowohl zur Ursache der stark erhöhten Kohlenmonoxid-Konzentration als auch zur Todesursache, dauern an.

Titelfoto: Blaulicht-News.de

Mehr zum Thema Hamburg: