Neue Corona-Verordnung: Treffen mit 25 Menschen in Hamburg wieder möglich

Hamburg - In Hamburg sind künftig wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern möglich. Das sehe die neue Corona-Eindämmungsverordnung vor, die der Senat am Dienstag beschließen wolle, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde.

Überall, wo Alkohol ausgeschenkt wird, gelten strengere Regeln.
Überall, wo Alkohol ausgeschenkt wird, gelten strengere Regeln.  © Jonas Walzberg/dpa

Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern seien aber auch weiterhin nicht zulässig. 

Auch müssten Clubs, Saunas, Bordelle und andere Betriebe, in denen es zu besonderer körperlicher Nähe komme, geschlossen bleiben.

Im privaten Rahmen können demnach künftig wieder bis zu 25 Personen zusammenkommen, egal aus wie viel Haushalten. Bislang galt eine Obergrenze von 10 Personen aus höchstens zwei Haushalten.

Großveranstaltungen dürfen im Freien von bis zu 1000 Menschen und in geschlossenen Räumen von bis zu 650 Menschen besucht werden, wenn es entsprechende Schutzkonzepte - etwa für das Rein- und Rauskommen, feste Sitzplätze und die Möglichkeit der Kontaktverfolgung gebe, sagte der Sprecher. 

Ohne feste Platzvergabe sind im Freien maximal 200 und in Räumen 100 Personen zulässig. Wird Alkohol ausgeschenkt, muss die Teilnehmerzahl jeweils halbiert werden.

Die Masken-Pflicht bleibt den Angaben zufolge sowohl im öffentlichen Nahverkehr wie auch im Einzelhandel bestehen.

Bisheriges Verbotsprinzip soll umgekehrt werden

Passanten sitzen bei sommerlichen Temperaturen an der Binnenalster.
Passanten sitzen bei sommerlichen Temperaturen an der Binnenalster.  © Markus Scholz/dpa

Eine Verschärfung gibt es für Touristen aus den deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh. Für sie soll ein Beherbergungsverbot beschlossen werden, dass ebenfalls am Mittwoch in Kraft tritt.

Betroffen sind Reisende aus Kommunen, in denen die von Bund und Ländern vereinbarte Höchstgrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten ist, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Ausnahmen gelten für Personen mit negativem Corona-Test, der aber nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Bei ihrer Ankunft in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, auf Campingplätzen und anderen Einrichtungen müssen Reisende schriftlich bestätigen, dass sie sich in den vorangegangenen 14 Tagen nicht in einem Corona-Hotspot aufgehalten haben.

Mit der neuen Verordnung solle das bisherige Verbotsprinzip umgekehrt werden, hatte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) in der vergangenen Woche angekündigt.

"Wir wollen hin zu: Wir haben das normale Leben, wenn bestimmte Maßgaben erfüllt sind." Kultursenator Carsten Brosda (SPD) stellte ein "aktives Geschehen auf der Bühne" in Aussicht. 

Es gehe um "ein langsames und verantwortungsvolles Wiederhochfahren des kulturellen Lebens in der Stadt".

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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