Autofreier Jungfernstieg: Ab sofort verteilt die Polizei Strafzettel!

Hamburg - Anfangs gab es nur einen freundlichen Hinweis - am Mittwoch haben die Beamten die ersten Strafzettel geschrieben: In einem Großeinsatz hat die Hamburger Polizei die ersten Verwarngelder für Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot am Jungfernstieg verhängt.

Polizisten verteilen im Rahmen einer Großkontrolle Strafzettel an Autofahrer, die sich nicht an das Durchfahrtsverbot für den Jungfernstieg halten.
Polizisten verteilen im Rahmen einer Großkontrolle Strafzettel an Autofahrer, die sich nicht an das Durchfahrtsverbot für den Jungfernstieg halten.  © Markus Scholz/dpa

Bis Mittag seien allein über 130 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten gestellt worden, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Ein Verstoß gegen das Durchfahrtsverbot wird demnach mit 20 Euro geahndet.

Seit Freitag ist der Hamburger Jungfernstieg weitgehend autofrei. Nur Taxis und Busse sowie Liefer- und Müllwagen dürfen zwischen 21 und 11 Uhr die Straße an der Binnenalster noch befahren.

Wer glaubhaft darstellen konnte, nichts von dem Verbot gewusst zu haben, wurde mündlich verwarnt, wie die Polizeisprecherin erklärte. Das seien zunächst rund 60 Autofahrer gewesen. Der Einsatz am Mittwoch hat demzufolge bis Nachmittag gedauert.

Zu Beginn habe das Verbot für Verwirrungen gesorgt, sagte eine Sprecherin des Bezirksamts Mitte auf dpa-Anfrage. Inzwischen hätten aber beispielsweise viele Navigationssysteme die Sperrung registriert. 

Ob Zahl und Position der Schilder, die auf das Verbot hinweisen, ausreichen, wird den Angaben zufolge regelmäßig überprüft und bei Bedarf nachgebessert.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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