Innensenator Grote nach Corona-Party zu Bußgeld verdonnert

Hamburg - Hamburgs Innensenator Andy Grote muss wegen Verstoßes gegen Corona-Regeln im Zusammenhang mit einem Umtrunk zu seiner Wiederernennung 1000 Euro Bußgeld zahlen.

Andy Grote (SPD) hat sich für einen von ihm trotz Corona-Pandemie organisierten Stehempfang entschuldigt.
Andy Grote (SPD) hat sich für einen von ihm trotz Corona-Pandemie organisierten Stehempfang entschuldigt.  © Regina Wank/dpa

Das teilte der SPD-Politiker am Dienstag selbst mit. 

"Nach erkennbar intensiver und sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts durch die Bußgeldstelle ist mir nun der abschließende Bescheid zugegangen." Grote hatte Anfang Juni einen Empfang für 30 Freunde und Bekannte in den Räumlichkeiten einer Bar in der Hafencity veranstaltet (TAG24 berichtete).

Demnach habe er zwar keine verbotene Feier, aber "eine private Zusammenkunft veranstaltet" und damit gegen die damals geltende Corona-Eindämmungsverordnung verstoßen. 

"Ich akzeptiere das Ergebnis ohne Einschränkungen und habe das Bußgeld umgehend überwiesen", erklärte Grote. "Das Treffen war in jedem Fall ein schwerer Fehler, der mir aufrichtig leid tut."

Die CDU fordert derweil die Entlassung von des Innensenators. 

Da Grote die Hamburger über Wochen getäuscht habe und nicht bereit war, Verantwortung zu übernehmen, "müssen jetzt andere Konsequenzen gezogen werden", erklärte der Innenexperte der Bürgerschaftsfraktion, Dennis Gladiator. 

"Wir fordern den Ersten Bürgermeister auf, Herrn Grote unverzüglich zu entlassen und damit weiteren Schaden vom Senat, der Politik insgesamt und dem entscheidenden Kampf gegen das Corona-Virus abzuwenden", hieß es. 

Titelfoto: Regina Wank/dpa

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