Drei Monate in Hamburger Hotel: Gestrandeter Inder darf endlich nach Hause

Hamburg – Der in einem Hamburger Hotel gestrandete Geschäftsmann Pratap Pillai (45) aus Indien ist abgereist. 

Pratap Pillai steht in der Bar des Hotels Europäischer Hof und telefoniert mit einem Kunden in Singapur.
Pratap Pillai steht in der Bar des Hotels Europäischer Hof und telefoniert mit einem Kunden in Singapur.  © Christian Charisius/dpa

Nach rund drei Monaten durfte der durch die Corona-Krise und die Reisebeschränkungen ausgebremste Mann seinen Koffer packen, wie das Hotel am Sonntag erklärte. 

Eigentlich wollte der Schiffsmanager aus Singapur nur zwei Tage in Hamburg bleiben, aufgrund Covid-19 wurden es am Ende 93 Tage im Europäischen Hof. Zeitweise war Pillai der einzige Gast in dem Vier-Sterne-Hotel.

Der Abschied des Langzeitgastes sei emotional ausgefallen, berichtete "shz.de" am Samstag.

"Für uns ist er fast wie ein Stück lebendiges Inventar. Wir gönnen es ihm aber, endlich heim zufliegen. Denn am Schluss merkte man: Die Luft ist raus. Aber alle Mitarbeiter haben ein paar Tränen in den Augen. Wir haben uns sehr an ihn gewöhnt und werden ihn vermissen", sagte Direktor Fabian Engels der Zeitung.

Auch Pillai wird die deutsche Hansestadt vermissen: "Ich habe im Hotel Freunde gefunden, auch viele Landsleute haben sich gemeldet und mir geholfen", sagte er gegenüber der Bild-Zeitung. Nun freut sich der 45-Jährige auf seine Heimat Singapur: "Mein Job ruft! In Indien ist völlig Chaos, und dort muss ich nicht wieder in Quarantäne!"

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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