Verfassungsschutz warnt vor Islamisten-Demo in Hamburg!

Hamburg – Vor dem Hintergrund weltweiter Proteste von Muslimen gegen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat der Hamburger Verfassungsschutz vor einer Demonstration von Islamisten in der Hansestadt gewarnt.

Ein Mann trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "I love Islam" bei einer Islamisten-Demo. (Archivbild)
Ein Mann trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "I love Islam" bei einer Islamisten-Demo. (Archivbild)  © Boris Roessler/dpa

Unter dem Motto "Wir sind gegen Diskriminierung und für Respekt unseres Propheten Mohammed" wollen am Sonntagnachmittag laut Anmeldung 200 Menschen von St. Georg aus zum Rathausmarkt ziehen.

Nach Angaben des Verfassungsschutzes steht hinter der Demo das Al-Azhari-Institut, das als islamistisch eingestuft und beobachtet wird. "Wer an dieser Demonstration teilnimmt, macht mit Islamisten gemeinsame Sache", sagte der Sprecher des Landesamtes, Marco Haase, der Deutschen Presse-Agentur.

In einem bei Youtube verbreiteten Demoaufruf sagte Institutsleiter Mahmoud A., dass es niemandem erlaubt sei, etwas gegen den Propheten zu tun oder Karikaturen von ihm zu verbreiten, "egal wer er ist, auch wenn er der Präsident von Frankreich ist".

Macron hatte nach der Ermordung des Lehrers Samuel Paty klargestellt, dass er die Veröffentlichung auch religionskritischer Karikaturen von der Meinungsfreiheit gedeckt sieht. 

Frankreich werde nicht "auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten, auch wenn andere sich davon zurückziehen", sagte er bei der Trauerfeier für den von einem Islamisten enthaupteten Lehrer, der im Unterricht Mohammed-Karikaturen als Beispiel für Meinungsfreiheit gezeigt hatte.

Das Al-Azhari-Institut in St. Georg will nach eigener Darstellung mit einem Kursangebot das friedliche Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen in Hamburg fördern. 

Laut Verfassungsschutz wird dort aber ein Islamverständnis vermittelt, das mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung nicht vereinbar ist. So müssten Muslime demnach in erster Linie die Scharia befolgen, das Grundgesetz sei nachgeordnet.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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