Anschläge zum G20-Jahrestag geplant? Linke fordern Freiheit für Parkbank-Trio

Hamburg – Gut 500 Linksextremisten haben am Mittwochabend in Hamburg ihre Unterstützung für drei Angeklagte in einem Strafprozess um angeblich geplante Brandanschläge bekundet. 

Teilnehmer einer Demonstration ziehen durch den Stadtteil St.Pauli.
Teilnehmer einer Demonstration ziehen durch den Stadtteil St.Pauli.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Nach Angaben der Polizei verlief die Demonstration friedlich. Zu der Versammlung hatte unter anderem die Rote Hilfe aufgerufen.

Die Teilnehmer trugen Transparente mit den Parolen "Festung Europa einreißen - Freiheit für die drei von der Parkbank", "Klassenkampf - jetzt erst richtig" und "Feuer und Flamme der Repression".

Die drei Angeklagten - zwei Männer im Alter von 32 und 28 Jahren sowie eine 29-jährige Frau - sollen zum zweiten Jahrestag des G20-Gipfels am 8. Juli vergangenen Jahres möglichst zeitgleiche Brandanschläge an vier Orten in Hamburg geplant haben. 

Unter den Zielen war nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch das Wohnhaus von Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD). Die drei übrigen Ziele sollen Geschäftsräume und ein Fahrzeug zweier Immobilienunternehmen gewesen sein. 

Die drei Beschuldigten waren nachts in einem Park im Stadtteil Eimsbüttel von zivilen Polizisten festgenommen worden, bevor sie zur Tat schreiten konnten. Das Landgericht will am Donnerstag das Urteil verkünden.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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