Großer Jahresrückblick: So spektakulär war das Jahr im Norden!

Hamburg – Auch dieses Jahr war in Hamburg und Schleswig-Holstein wieder einiges los. Von schweren Kriminalfällen über politische Entscheidungen bis hin zu spektakulären Gerichtsurteilen war alles dabei - das waren die emotionalsten Momente im Norden!

Jan Fedder starb im Alter von 64 Jahren.
Jan Fedder starb im Alter von 64 Jahren.  © Fabian Bimmer/dpa

Hamburg nimmt Abschied von Jan Fedder

14. Januar: Familie, Freunde und Fans nehmen im Michel Abschied von Schauspieler Jan Fedder.

Unter den Trauergästen sind zahlreiche Prominente, darunter Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), TV-Koch Tim Mälzer, die Sänger Klaus Meine und H.P. Baxxter, die Schauspieler Heinz Hoenig, Claude-Oliver Rudolph, Ben Becker und Axel Milberg.

Auch die Kollegen der Fernsehserien "Großstadtrevier" und "Neues aus Büttenwarder" erweisen dem einstigen Weggefährten ihre Ehre. Fedder war am 30. Dezember nach langer Krankheit mit 64 Jahren gestorben.

Ermittler finden Leiche von vermisstem Brasilianer in Wohnung

19. Januar: Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Hamburg finden Ermittler die Leiche eines als vermisst gemeldeten Brasilianers.

Ermittler hatten die Wohnung eines 46-Jährigen unweit des Portugiesenviertels nach einem Zeugenhinweis durchsucht. Der Mieter der Wohnung wird festgenommen und muss sich seit Juli wegen Mordes vor dem Landgericht der Hansestadt verantworten.

Erster Corona-Fall im Norden - Arzt von Kinderklinik infiziert

27. Februar: Das neuartige Coronavirus Sars-Cov-2 erreicht Norddeutschland. Erstmals wird eine Infektion bei einem Kinderarzt des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) nachgewiesen. Der Mann (Jahrgang 1955) lebt mit seiner Frau in Henstedt-Ulzburg im Kreis Segeberg. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mediziner Kontakt mit etwa 100 Menschen.

Baugerüst am Millerntor stürzt ein - zwei Tote

17. März: Beim Einsturz eines Baugerüstes am Hamburger Millerntorplatz sterben zwei Bauarbeiter. Fünf Arbeiter überstehen den Unfall unverletzt, zwei kommen mit leichteren Verletzungen davon.

Paukenschlag in Kiel: Innenminister tritt zurück

Mit einem Messer im Rücken lief der Mann weiter.
Mit einem Messer im Rücken lief der Mann weiter.  © Blaulicht-News.de

Kieler Innenminister Grote tritt zurück

28. April: Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) tritt zurück. Hintergrund ist offenkundig der Untersuchungsausschuss des Landtags zur sogenannten Rockeraffäre bei der Polizei.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) spricht später von einem zerrütteten Vertrauensverhältnis. Neue Innenministerin wird die bisherige Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU).

Tod auf der Ostsee vorgetäuscht

7. Mai: Ein Kieler soll seinen Tod in der Ostsee vorgetäuscht haben, um Versicherungen zu betrügen.

Monate später zerren Polizisten ihn auf dem Dachboden einer alten Stadtvilla seiner Mutter im niedersächsischen Schwarmstedt hinter Kisten hervor.

Er hatte offenbar zugunsten seiner Frau und seiner Mutter Lebens- und Unfallversicherungen für mehr als vier Millionen Euro abgeschlossen.

Mann wird angegriffen und läuft mit Messer im Rücken weiter

15. Mai: Ein Mann wird in Hamburg-Eilbek nach einem Streit mit einem Messer von hinten angegriffen und merkt es offenbar nicht.

Nach dem Stich in den Rücken läuft er noch weiter und wird erst von Passanten auf die lebensgefährliche Wunde aufmerksam gemacht. Der 23 Jahre alte Mann wird dann ins Krankenhaus gebracht.

Tschentscher erneut zum Bürgermeister gewählt

Peter Tschentscher (54) wird erneut zum Bürgermeister von Hamburg gewählt.
Peter Tschentscher (54) wird erneut zum Bürgermeister von Hamburg gewählt.  © Christian Charisius/dpa-Pool/dpa

Bundesgericht gibt endgültig grünes Licht für Elbvertiefung

4. Juni: Die Elbvertiefung nimmt die letzte juristische Hürde. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig weist die Klage von Umweltschützern gegen die ergänzten Planungen für das Großprojekt zurück.

Damit steht dem Ausbau der Elbe juristisch nichts mehr im Wege. Die Planungen dafür hatten 18 Jahre zuvor begonnen. Zahlreiche Klagen hatten das Großprojekt immer wieder gestoppt.

Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals stirbt auf Gran Canaria

4. Juni: Nur wenige Monate nach seinem Umzug von Hamburg auf die Kanarischen Inseln stirbt Werner Böhm - alias Gottlieb Wendehals - kurz vor seinem 79. Geburtstag.

Schwarz-weiß kariertes Sakko, gestriegelte Haare, Aktentasche und Gummihuhn in der Hand, so trat er als Gottlieb Wendehals mit seinem Stimmungshit "Polonäse Blankenese" in zahlreichen Fernsehshows auf und heizte Tausende Partys an.

Tschentscher erneut zum Hamburger Bürgermeister gewählt

10. Juni: Peter Tschentscher (SPD) wird erneut zu Hamburgs Erstem Bürgermeister gewählt. 87 Bürgerschaftsabgeordnete stimmen für ihn, 34 gegen ihn, 2 enthalten sich. SPD und Grüne regieren den Stadtstaat bereits seit 2015 in rot-grüner Koalition.

Sensationelle Geburt im Tierpark Hagenbeck

Im Tierpark Hagenbeck wurde das einzig bekannte Albino-Seebärenbaby der Welt geboren.
Im Tierpark Hagenbeck wurde das einzig bekannte Albino-Seebärenbaby der Welt geboren.  © Tierpark Hagenbeck

Erstes Albino-Seebärenbaby im Tierpark Hagenbeck geboren

29. Juni: Kleine Sensation im Hamburger Tierpark Hagenbeck: Der Zoo gibt bekannt, dass dort wenige Tagen zuvor ein schneeweißes Seebärenbaby auf die Welt gekommen ist.

Das Baby wird später Elsa getauft.

Erstes Urteil in G20-Prozess um Elbchaussee-Randale

10. Juli: Nach gut anderthalb Jahren geht der erste Prozess im Zusammenhang mit dem gewalttätigen Aufmarsch an der Hamburger Elbchaussee beim G20-Gipfel im Juli 2017 zu Ende.

Die Jugendkammer am Landgericht verurteilt drei der fünf Angeklagten zu Haftstrafen von bis zu drei Jahren. Aus dem Aufmarsch heraus wurden Autos und Gebäude angezündet.

Gangster-Rapper Gzuz zu Haft verurteilt

29. September: Gangster-Rapper Gzuz (32) wird in Hamburg zu einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt worden. "Wer, wenn nicht Sie gehört in den Knast?", fragt Amtsrichter Johann Krieten nach teils turbulenten Sitzungen.

Dem Frontmann der Hamburger Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande werden unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz, Drogenbesitz und Körperverletzung vorgeworfen.

Karl Dall stirbt nach Schlaganfall

Karl Dall (†79) brach am Set von "Rote Rosen" zusammen.
Karl Dall (†79) brach am Set von "Rote Rosen" zusammen.  © Jörg Carstensen/dpa

Mann vor Hamburger Synagoge schwer verletzt

4. Oktober: Ein 29-Jähriger im Tarnanzug greift vor der Hamburger Synagoge einen jüdischen Studenten mit einem Klappspaten an und verletzt ihn erheblich.

Es sei davon auszugehen, dass der Angriff antisemitisch motiviert war, teilen Polizei und Generalstaatsanwaltschaft später mit. Der Deutsche mit kasachischen Wurzeln macht nach Angaben der Polizei einen "extrem verwirrten Eindruck".

Die Tat ruft bundesweit Entsetzen und Empörung hervor.

Verweste Frauenleiche auf Rendsburger Dachboden gefunden

4. November: Auf dem Dachboden eines Hauses in Rendsburg finden Ermittler die stark verweste Leiche einer Frau. Später stellt sich heraus, dass es sich um eine 26-Jährige handelt, die im August 2018 in Geesthacht als vermisst gemeldet wurde.

In dem Fall gilt ein 40-Jähriger Bewohner als Mordverdächtiger. Er wird auch im Fall einer ermordeten Prostituierten verdächtigt.

Karl Dall im Alter von 79 Jahren gestorben

23. November: Der Komiker und Schauspieler Karl Dall stirbt im Alter von 79 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.

Dall hatte seine Karriere mit der Gruppe Insterburg & Co begonnnen. Später moderierte er als Blödelbarde und Kalauer-König im Fernsehen Talkshows, platzierte sich mit Schlagern wie "Diese Scheibe ist ein Hit" in den Charts.

Kurz vor seinem Tod hatte der 79-Jährige eine Gast-Rolle in der ARD-Serie "Rote Rosen" ergattert.

Titelfoto: Fotomontage: Fabian Bimmer/dpa, Blaulicht-News.de

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