Umstrittener Konzern-Umbau bei Airbus: IG Metall bereitet Warnstreik vor

Hamburg - Airbus und die IG Metall verhandeln seit Mittwoch über die Bedingungen des umstrittenen Konzernumbaus.

Beschäftigte des Airbus-Werkes in Hamburg-Finkenwerder stehen vor den Toren des Werksgeländes: Es droht ein neuer Warnstreik. (Archivbild)
Beschäftigte des Airbus-Werkes in Hamburg-Finkenwerder stehen vor den Toren des Werksgeländes: Es droht ein neuer Warnstreik. (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Die Gespräche des Flugzeugbauers mit der Gewerkschaft begannen am Vormittag in Hamburg, wie eine IG-Metall-Sprecherin mitteilte.

Auf dem Tisch liegen Forderungen der größten deutschen Gewerkschaft nach einem Sozialtarifvertrag. Darin sollen Bedingungen für die Beschäftigten geregelt werden, die bei den Töchtern Airbus Operations und Premium Aerotec von dem Umbau betroffen sind.

IG Metall und Betriebsräte verlangen - aus ihrer Sicht bislang vergeblich - konkrete Zusagen zur Absicherung der Beschäftigung an den Standorten in Norddeutschland und Augsburg bis ins nächste Jahrzehnt.

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"Die Airbus-Geschäftsführung muss sich jetzt entscheiden: Entweder versucht sie, ihre Pläne um jeden Preis durchzusetzen oder sie gestaltet gemeinsam mit den Beschäftigten die Zukunft", sagte der IG-Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir setzen auf eine Lösung am Verhandlungstisch, bereiten uns aber auch auf einen Konflikt mit Warnstreiks vor."

Friedrich ist von seiner Gewerkschaft mit der zentralen Verhandlungsführung für alle Standorte beauftragt worden. Mit einer schnellen Einigung wird in Gewerkschaftskreisen nicht gerechnet.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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