Drache "Made in Germany" produziert bald auf Trauminsel Strom

Hamburg/Klixbüll - Klimaschonender Strom lässt sich aus Wind auch ohne "Spargel" herstellen. Das zeigt das Hamburger Unternehmen Skysails. Es hat nun eine Flugwindkraftanlage nach Mauritius verkauft.

Die Flugwindkraftanlage von Syksails fliegt über norddeutsche Äcker.
Die Flugwindkraftanlage von Syksails fliegt über norddeutsche Äcker.  © Axel Heimken/dpa

Das teilte Skysails am Montag in Klixbüll (Kreis Nordfriesland) mit. Strom wird bei dieser Anlage dadurch erzeugt, dass ein in bis zu 800 Metern Höhe fliegender Winddrachen ein Seil von einer Winde am Boden zieht, über die ein Generator angetrieben wird, wie Gründer und Geschäftsführer Stephan Wrage erklärte.

Den genauen Verkaufspreis nannte das Unternehmen nicht. "Unsere Anlagen kosten einen sechs- bis siebenstelligen Eurobetrag", sagte Wrage.

Von Sommer 2021 an wird demnach der Drachen über die Ostküste des Inselstaats Mauritius fliegen. Der so gewonnene Strom soll den Angaben zufolge in das lokale Stromnetz eingespeist werden.

Bis 2030 soll der Anteil von erneuerbaren Energien am Strommix des Inselstaats im Indischen Ozean nach Angaben von Skysails bei etwa 40 Prozent liegen.

Dabei helfen soll auch die Technik des norddeutschen Unternehmens mit etwa 120 Mitarbeitern.

Auch in Deutschland steht bald die erste Drachen-Strom-Anlage

Bald soll mithilfe der Technologie Strom im Urlaubsparadies Mauritius erzeugt werden. (Symbolbild)
Bald soll mithilfe der Technologie Strom im Urlaubsparadies Mauritius erzeugt werden. (Symbolbild)  © Xavier Coiffic/Unsplash

Konkrete Pläne für die Nutzung der Flugwindkraftanlage in Europa gebe es auch schon. "Nächstes Jahr wird die erste kommerziell genutzte Anlage in Deutschland stehen", sagte Wrage.

Vorteile gegenüber konventionellen Windrädern sei weniger Lärm und ein geringerer Schattenwurf, betonte der Gründer und Geschäftsführer.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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