Nach "Ever Given"-Debakel im Suezkanal: Das erwartet den Hamburger Hafen

Hamburg - Hamburgs Hafenkapitän Jörg Pollmann sieht nach der Blockade des Suezkanals zwar viel Schiffsverkehr auf die Hansestadt zukommen, rechnet aber keineswegs mit Staus vor Europas drittgrößtem Hafen.

Jörg Pollmann, Hafenkapitän der Hamburg Port Authority. (Archivbild)
Jörg Pollmann, Hafenkapitän der Hamburg Port Authority. (Archivbild)  © Markus Scholz/dpa

"Ab der nächsten Woche erwarten wir, dass die Hütte voll wird", sagte Pollmann der Deutschen Presse-Agentur.

Die Zahl der Liegeplätze sei natürlich begrenzt. "Aber nach allen Informationen für die nächsten zehn Tage ist dennoch von einem normalen Ablauf auszugehen."

Möglicherweise müsse das eine Schiff etwas verzögert, das andere etwas beschleunigt werden. "Doch das ist normal. Ein Stau im Hamburger Hafen ist im Moment aber nicht absehbar."

Daran ändere auch die siebentägige Blockade des Suezkanals durch den 400 Meter langen Containerfrachter "Ever Given" Ende März nichts. Pollmann betonte, es wollten jetzt ja auch nicht alle Schiffe sofort nach Hamburg.

Die knapp 400 ehedem im Stau stehenden Frachter verteilten sich weltweit. "Die einen wollen ins Mittelmeer, andere nach Afrika und wieder andere in die USA oder nach Asien", sagte Pollmann. Der Hafenkapitän wies darauf hin, dass die Häfen miteinander vernetzt seien und sich abstimmten.

Das auf Grund gelaufene Containerschiff "Ever Given" blockierte den Suezkanal. Inzwischen ist der Schifffahrtskanal wieder frei.
Das auf Grund gelaufene Containerschiff "Ever Given" blockierte den Suezkanal. Inzwischen ist der Schifffahrtskanal wieder frei.  © -/European Space Imaging/dpa

"Die Schiffe sind exakt getaktet und fahren dann auch so. Und genau das gleiche passiert bei den Terminals."

Titelfoto: -/European Space Imaging/dpa, Markus Scholz/dpa

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