Bei diesem Optiker werden Kunden von Robotern bedient

Hamburg - Kaum sind die gewünschten Brillenmodelle ausgewählt, macht sich der Roboter schon auf den Weg ins Lager.

Zwei Roboter bringen Sonnenbrillen aus dem Lager in den neuen Store von "Edel-Optics".
Zwei Roboter bringen Sonnenbrillen aus dem Lager in den neuen Store von "Edel-Optics".  © Christian Charisius/dpa

Das ist keine Science Fiction - sondern bei Edeloptics in Hamburg Realität. In einer Filiale des Optikers am Ballindamm werden derzeit fünf Roboter eingesetzt, wie Pressesprecherin Katarina Ninkovic der Deutschen Presse-Agentur sagte. Holten sie derzeit nur das Brillengestell der Wahl aus dem Lager, sei später noch mehr denkbar.

Die Roboter kosten den Angaben zufolge rund 4000 US-Dollar (knapp 3400 Euro) pro Stück und stammen von einer amerikanischen Firma. Im massiven Fuß der Roboter verbergen sich die Rollen, mithilfe derer sie sich frei im Laden bewegen können. Neben einer Ablage ist am hüfthohen Pult auch ein Touchscreen montiert.

Ziel des Projekts sei die sogenannte virtuelle Warenauslage, erklärt Ninkovic. Statt in Vitrinen sollen die Brillen künftig auf dem iPad begutachtet werden und dann von den Robotern angereicht werden.

Das habe auch praktische Gründe: Würde man jedes der rund 35.000 Brillenmodelle aus dem Lager auf der Verkaufsfläche anbieten, würde man wohl schnell den Überblick verlieren, so Ninkovic.

Bei dem Hamburger Optiker sollen Roboter in der Filiale am Ballindamm künftig einige Aufgaben übernehmen.
Bei dem Hamburger Optiker sollen Roboter in der Filiale am Ballindamm künftig einige Aufgaben übernehmen.  © Christian Charisius/dpa

Eine Gefahr für die Arbeitsplätze der Beschäftigten sieht sie jedoch nicht, da die Roboter bislang nicht als Kundenberater eingeplant seien.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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