Coronavirus: So unterstützen TV-Koch Mälzer & Co. die Corona-Helden 

Hamburg - Sie kämpfen gerade selbst um ihre eigene Existenz, dennoch haben sich mehrere Hamburger Promiköche zusammengeschlossen, um den Helden in der Coronavirus-Krise zu helfen.

TV-Koch Tim Mälzer gibt während der Coronakrise Essen an die Helfer aus. (Symbolbild)
TV-Koch Tim Mälzer gibt während der Coronakrise Essen an die Helfer aus. (Symbolbild)  © Markus Scholz/dpa

Weil ihre Restaurants geschlossen haben, drohen viele Lebensmittel zu verderben. Doch so weit wollen es zahlreiche prominente Hamburger Gastronomen nicht kommen lassen.

Sie haben eine riesige Danke-Aktion für die Helden des Alltags in Zeiten des Coronavirus organisiert.

So kochen unter anderem TV-Koch Tim Mälzer (49) und Restaurant-Besitzer Fabio Haebel für Mitarbeiter von Supermärkten und Drogerien, Ärzte, Pfleger und Feuerwehrleute. Der Clou an der ganzen Sache: Es ist kostenlos!

Die Gastronomen folgen damit der Idee des Berliner Kochs Max Strohe der die Aktion "Kochen für Helden" ins Leben gerufen hatte.

Tim Mälzer wandte sich per Instagram-Nachricht an die Empfänger. "Wir Gastronomen kochen gerade (mit Maximalabstand zueinander und unter Beachtung neurotischer Desinfektionsvorschriften) unsere Kühlhäuser leer und haben dazu noch eine schier unbegrenzte Menge Bolognese am Start", schrieb der 49-Jährige.

Großmärkte und Lieferanten stellen den Restaurants angestaute Ware zur Verfügung. "Wir kochen also mit der Bazooka!", erklärte Mälzer.

Taxiunternehmen übernimmt kostenlosen Transport

Mit der Aktion sollen die zahlreichen Helfer, wie hier Feuerwehrleute, unterstützt werden.
Mit der Aktion sollen die zahlreichen Helfer, wie hier Feuerwehrleute, unterstützt werden.  © Henning Kaiser/dpa

Das Angebot, das am Samstag mit mehr als 300 Speisen an den Start ging, richte sich vor allem an die Menschen, die nicht zu Hause bleiben könnten, weil "die Gesellschaft sonst vor die Hunde" gehen würde. Laut den Initiatoren würden bereits erste Kooperationen mit Ärztehäusern und Krankenhäusern laufen.

Fabio Haebel, der das "hæbel" auf St. Pauli betreibt, erklärte zudem, dass auch Polizeistationen oder Sanitäter, die im Dauereinsatz sind, beliefert werden könnten.

Wichtig zu beachten sei, dass niemand vorbeikommen müsse, um das Essen abzuholen, wie Mälzer in seinem Post erklärte. "Alle Restaurants sind geschlossen und wir wollen Menschenansammlungen um jeden Preis vermeiden. Wir richten uns gezielt an die Institutionen, für die Homeoffice keine Alternative ist." Denn den Transport übernimmt das Hansataxi kostenlos.

Unterstützt werden die Gastronomen unter anderem auch von der "Frischepost", die den Köchen verschließbare Gläser zur Verfügung stellt.

Mit dieser Aktion werden die Lebensmittel nicht nur vor dem Wegschmeißen bewahrt, sondern den unzähligen Helfern wird in der schweren Zeit unter die Arme gegriffen und ihnen geholfen.

Titelfoto: Montage: Markus Scholz/dpa, Henning Kaiser/dpa

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