Hamburgs Barkassen bleiben trotz gelockerter Corona-Auflage auf dem Trockenen

von Luise Evers

Hamburg - Leinen los! Oder doch nicht? Rundfahrten durch den Hamburger Hafen haben trotz der gelockerten Corona-Auflagen zurzeit wenig Gäste.

Passagiere sitzen auf dem Außendeck einer Barkasse.
Passagiere sitzen auf dem Außendeck einer Barkasse.  © Markus Scholz/dpa

"Normalerweise beginnt der Betrieb an Ostern, dieses Jahr sind wir erst im Juni gestartet", sagte der Geschäftsführer des Hafenschiffahrtsverbands, Knut Heykena. Der verzögerte Start habe zu enormen wirtschaftlichen Einbrüchen geführt.

Die Reedereien dürfen nach Angaben des Senats seit Anfang Juni wieder Rundfahrten mit Blick auf große Pötte und die historische Speicherstadt veranstalten.

Im Laufe des Monats wurden die Beschränkungen weiter gelockert. Zwar gebe es keine Corona-Testpflicht mehr, Gäste müssten jedoch Masken tragen, da bei Schiffen nicht zwischen drinnen und draußen unterschieden wird, sagte Heykena.

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Die ersten Wochen seien aufgrund der Auflagen zunächst durchwachsen gelaufen. Es habe kaum Touristen in Hamburg gegeben.

Außerdem seien keine Charterfahrten zu Hochzeiten, Geburtstagen, Jubiläen und Firmenfeiern gebucht worden, sagte Heykena. Darum fehle den Reedereien der notwendige "Cashflow".

Trotzdem bleibt der Hafenschiffahrtsverband optimistisch. "Immer mehr Bundesländer bekommen Ferien: Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg. Die Lage wird sich stabilisieren", sagte Heykena.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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