Aus überschüssiger Windenergie: Hansewerk AG setzt auf Wasserstoff

Hamburg - Die Hansewerk AG hat nach eigenen Angaben in Hamburg zu Testzwecken das erste vollständig mit Wasserstoff (H2) betriebene Blockheizkraftwerk Norddeutschlands in der Leistungsklasse von einem Megawatt in Betrieb genommen.

Die Hansewerk AG hat in Othmarschen ein vollständig mit Wasserstoff betriebenes Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen.
Die Hansewerk AG hat in Othmarschen ein vollständig mit Wasserstoff betriebenes Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

"In Othmarschen wollen wir demonstrieren, wie man ein Blockheizkraftwerk in Zukunft mit grünem - aus überschüssiger Windenergie erzeugtem - Wasserstoff betreiben und auf diese Weise klimafreundlich Strom und Wärme erzeugen kann", erklärte Vorstandschef Matthias Boxberger.

Nach Unternehmensangaben wurde zunächst mit einer Beimischung von acht Prozent Wasserstoff begonnen, dessen Anteil nun weiter erhöht werde. 

Bislang sei der Ende Oktober in Betrieb genommene Gasmotor nur mit Erdgas befeuert worden, könne nun aber nach einer Umrüstung auch Wasserstoff nutzen, der in Flaschen bereitgestellt werde. Mit dem umgerüsteten Blockheizkraftwerk werden nach Unternehmensangaben 30 Wohngebäude, eine Sport- und eine Kindertagesstätte sowie das Freizeitzentrum Othmarschen Park mit Wärme versorgt.

"In den Testreihen werden wir temporär verschiedene H2-Beimischungen für die Strom- und Wärmeerzeugung ausprobieren", erklärte Technik-Geschäftsführer Thomas Baade. 

Ziel seien Erkenntnisse für den künftigen Betrieb der mehr als 200 Hansewerk-Motoren im Norden. "Bislang ist in Erdgasnetzen nur bis zu zehn Prozent H2-Beimischung möglich", sagte Bade. 

Künftig könnten die Blockheizkraftwerke aber auch größere Wasserstoff-Anteile beziehen oder "in neu entstehenden Quartieren komplett mit H2 laufen".

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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