HSV quält sich zu Arbeitssieg gegen Jahn Regensburg

Hamburg - Nach zwei Niederlagen in Folge hat der Hamburger SV wieder in die Erfolgsspur gewonnen. Die Hecking-Elf bezwang am Samstag Jahn Regensburg mit 2:1 (1:1). Die Tore für den HSV erzielten vor 41.317 Zuschauern Timo Letschert und Aaron Hunt, Marco Grüttner hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich geschossen.

Timo Letschert freut sich über seinen Treffer.
Timo Letschert freut sich über seinen Treffer.  © Daniel Bockwoldt/dpa

HSV-Trainer Dieter Hecking veränderte seine Startelf im Vergleich zur desolaten 0:3-Niederlage bei Erzgebirge Aue auf vier Positionen.

Außen vor blieben neben Gideon Jung (Gelb-Rot-Sperre) und Ewerton (Teilruptur des Innenbandes im linken Knie) auch Khaled Narey und Lukas Hinterseer (beide Bank).

Dafür standen bei Anpfiff Rick van Drongelen, Adrian Fein, Christopher Moritz und Martin Harnik auf dem Rasen im Volksparkstadion.

Mit den Wechseln reagierte Hecking und stellte sein System von 4-3-3 auf ein 4-4-2 mit Harnik und Bakery Jatta in der Spitze um.

Wie angekündigt, beteiligten sich sowohl die HSV- als auch die Regensburg-Fans an der Protestaktion gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und skandierten in den ersten Spielminuten immer wieder "Scheiße, scheiße, DFB" und "Fußball-Mafia, DFB".

Die ersten 20 Minuten waren eine zähe Partie. Keine der beiden Mannschaften war besser und konnte sich Torchancen erspielen.

Daher war es nicht verwunderlich, dass eine Standardsituation für Gefahr und schließlich auch für den Führungstreffer des HSV sorgte.

Louis Schaub brachte einen an ihn verursachten Freistoß mit Schnitt in die Mitte, wo Moritz den Ball per Kopf verlängerte und nur den Pfosten traf. Doch vor dem Tor standen drei HSV-Spieler parat, von denen am Ende Timo Letschert die Pille über die Linie köpfte. War das der erhoffte Brustlöser?

Regensburg-Ausgleich schockt den HSV

Louis Schaub versucht Gegenspieler Jann George den Ball abzuluchsen.
Louis Schaub versucht Gegenspieler Jann George den Ball abzuluchsen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Immerhin gab der Treffer der Hecking-Elf, die nun immer mehr den Weg in die Offensive suchte, ohne aber gefährlich zu werden.

Vieles blieb weiterhin auf beiden Seiten Stückwerk. Ansehnlich war die Partie keinesfalls. Wenigstens stimmte aus HSV-Sicht das Ergebnis.

Allerdings auch nur bis zur 40. Minute. Jahn Regensburg kam völlig überraschend zum Ausgleich - und natürlich auch durch eine Standardsituation. Der HSV schaffte es nicht, mehrere Bälle zu klären, sodass SSV-Kapitän Marco Grüttner im Strafraum an den Ball kam, direkt abzog und den Ausgleich erzielte.

So stand es vor der Halbzeit plötzlich 1:1 und fast hätte Regensburg durch Erik Wekesser sogar noch die Gäste-Führung erzielt, doch van Drongelen wehrte den Schuss im letzten Augenblick zur Ecke ab.

In den Pause stellte HSV-Trainer Hecking wieder auf sein gewohntes 4-3-3-System um. Harnik wurde nun von Jatta und Schaub flankiert.

Die zweite Hälfte hätte fast mit einem Schock für den HSV begonnen. Regensburg traf zum zweiten Mal, doch Schiedsrichter Arne Aarnink entschied auf Foul. Eine sehr fragwürdige, aber glückliche Entscheidung für die Rothosen!

Und wie es im Fußball so oft ist, fällt dann der Treffer direkt auf der Gegenseite. Tim Leibold setzte sich im Strafraum durch und legte zurück auf Hunt, der den Ball ins Tor hämmerte. 2:1 für den HSV, der Volkspark tobte.

Bangen um Jordan Beyer

Kapitän Aaron Hunt jubelt über seinen 2:1-Treffer und bedankt sich bei Vorlagengeber Tim Leibold.
Kapitän Aaron Hunt jubelt über seinen 2:1-Treffer und bedankt sich bei Vorlagengeber Tim Leibold.  © Daniel Bockwoldt/dpa

In der Folge ließ sich die Hecking-Elf ein wenig von den Gästen einlullen. Gefahr drohte ihnen aber nicht. Die Abwehr hielt dem leichten Druck stand und wenn nicht, dann stand da immer noch Daniel Heuer Fernandes im Tor.

Viel geschah in der Folge vor beiden Toren nicht. Den Offensiv-Reihen beider Mannschaften fiel zu wenig ein, um die gegnerische Defensive in Bedrängnis zu bringen.

Gefühlt kontrollierte der HSV die Partie, weil Regensburg es vor allem über schnelle Gegenstöße versuchte, souverän sah es aber nicht aus.

Für Beruhigung hätte der eingewechselte Lukas Hinterseer (79.) und Jatta (80.) sorgen können. 

Doch Jahn-Keeper Alexander Meyer lenkte erst einen Hinterseer-Kopfball (79.) um den Pfosten, anschließend einen Jatta-Schuss über die Latte.

Im Anschluss gab es bange Momente um Jordan Beyer. Der Rechtsverteidiger bekam bei einem Kopfball ein Knie gegen den Kopf und blieb benommen liegen. Der 19-Jährige musste nach minutenlanger Behandlung mit einer Trage vom Platz transportiert werden. Das sah nicht gut aus!

Im Anschluss überstand der HSV auch noch die gut achtminütige Nachspielzeit. Auch, weil die Hecking-Elf nun ihre fast stärkste Phase in der Partie hatte. Am Ende verteidigten die Rothosen ihr Tor mit Leib und Seele und beendeten die Negativserie.

Weiter geht es für die Norddeutschen am kommenden Freitag mit dem Spiel bei der SpVgg Greuther Fürth.

So starteten der HSV und Jahn Regensburg in die Partie

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