IG Metall will mit Aktionstag Kündigungen bei Airbus verhindern

Hamburg/Bremen - Mit einem Aktionstag an den Airbus-Standorten will die IG Metall am Dienstag (11 Uhr) ihrer Forderung nach einem Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen Nachdruck verleihen. 

Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste, spricht zu Airbus-Mitarbeitern in Hamburg-Finkenwerder bei einem bundesweiten Aktionstag gegen den Stellenabbau des Flugzeugbauers.
Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste, spricht zu Airbus-Mitarbeitern in Hamburg-Finkenwerder bei einem bundesweiten Aktionstag gegen den Stellenabbau des Flugzeugbauers.  © dpa/Christian Charisius

Außerdem will sie den Flugzeughersteller so zu Tarifverhandlungen bringen. Als Instrumente gegen den Stellenabbau schweben dem Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, unter anderem Kurzarbeit, eine Vier-Tage-Woche und Arbeitszeitverkürzungen vor. 

Beim Aktionstag ist am Vormittag (11 Uhr) in Finkenwerder beispielsweise ein Autokorso vom Osttor zum Südtor geplant, in Bremen (ab 5 Uhr) und Stade (ab 11 Uhr) soll es eine Kundgebung geben.

Bei Airbus im Norden sollen mehr als 3000 Stellen wegfallen. In Hamburg inklusive Buxtehude und Fuhlsbüttel sollen es Airbus-Angaben zufolge 2325 Stellen sein, in Bremen geht es um 445, in Stade um 365 und an weiteren Standorten um 40 Stellen. 

Die IG Metall Küste spricht von höheren Zahlen. Airbus hatte mitgeteilt, dass der Stellenabbau die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Aktivitäten an den deutschen Standorten widerspiegele. 

In Hamburg-Finkenwerder und Fuhlsbüttel arbeiten der Gewerkschaft zufolge gut 14.600 Menschen.

Weltweit will Airbus wegen der Corona-Krise 15.000 Stellen streichen. Die Pläne sollen bis Sommer 2021 umgesetzt werden. Airbus beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 46.000 Mitarbeiter an fast 30 Standorten.

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

Mehr zum Thema Hamburg:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0