Nach umstrittener Islamisten-Demo: Erneut Proteste in der Innenstadt

Hamburg - Nur rund zwei Wochen nach der umstrittenen Islamisten-Demo in der Hamburger Innenstadt sind am Freitag erneut rund 100 Menschen auf die Straße gegangen, um für mehr Respekt vor dem Propheten Mohammed zu demonstrieren.

Demonstranten halten ein Plakat in der Hamburger Innenstadt.
Demonstranten halten ein Plakat in der Hamburger Innenstadt.  © Blaulicht-News.de

Auch eine Gegendemonstration mit etwa 50 Teilnehmern wurde auf der Marschroute angemeldet.

In der Mönckebergstraße trafen beide Gruppen aufeinander, nach ersten Informationen vor Ort kam es zu kleineren Handgreiflichkeiten, die aber schnell von der Polizei unterbunden werden konnten.

Zu der Demo hatte erneut das in die Kritik geratene Al-Azhari-Institut in Hamburg aufgerufen.

Von Sicherheitsbehörden wird das Institut als verfassungsfeindlich eingestuft. Es werde ein Islam-Verständnis vermittelt, das mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung nicht vereinbar sei. "Wer an dieser Demonstration teilnimmt, macht mit Islamisten gemeinsame Sache", hatte der Sprecher des Landesamtes Marco Haase im Vorfeld der vorangegangenen Demonstration gesagt.

Vor zwei Wochen waren noch 250 Menschen im Stadtteil St. Georg zusammengekommen.

Gegendemonstranten hatten eine Frankreich-Fahne und ein Foto des ermordeten Lehrers Samuel Paty (†47) hochgehalten. Laut Lagezentrum der Polizei hatte dies zu Unmutsbekundungen geführt.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Per Twitter informierte sie über Straßensperrungen im Bereich des Hauptbahnhofs.

Titelfoto: Blaulicht-News.de

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