250 Islamisten demonstrieren in Hamburger Innenstadt

Hamburg - Im Hamburger Stadtteil St. Georg haben am Sonntagnachmittag rund 250 Menschen gegen die Diskriminierung von Islam-Anhängern demonstriert. 

Islamisten demonstrieren hinter einem Transparent in St. Georg.
Islamisten demonstrieren hinter einem Transparent in St. Georg.  © Markus Scholz/dpa

Auch mehrere Gegendemonstranten hatten sich am Rande der Veranstaltung versammelt. 

Dabei hätten Teilnehmer eine Frankreich-Fahne und ein Foto des ermordeten Lehrers Samuel Paty (†47) hochgehalten. Dies habe laut Lagezentrum der Polizei zu Unmutsbekundungen geführt. Es sei aber insgesamt friedlich geblieben.

Zu der Kundgebung unter dem Motto "Gegen Diskriminierung und für Respekt unseres Propheten" hatte das Al-Azhari-Institut in Hamburg aufgerufen, das nach eigener Darstellung das friedliche Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen in Hamburg fördern will. 

Von Sicherheitsbehörden wird das Institut allerdings als verfassungsfeindlich eingestuft wird. Es werde ein Islam-Verständnis vermittelt, das mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung nicht vereinbar sei.

"Wer an dieser Demonstration teilnimmt, macht mit Islamisten gemeinsame Sache", hatte der Sprecher des Landesamtes Marco Haase im Vorfeld gesagt. 

In einem bei YouTube verbreiteten Demoaufruf hatte Institutsleiter Mahmoud A. gesagt, dass es niemandem erlaubt sei, etwas gegen den Propheten zu tun oder Karikaturen von ihm zu verbreiten, "egal wer er ist, auch wenn er der Präsident von Frankreich ist".

Emmanuel Macron (42) hatte nach der Ermordung des Lehrers Samuel Paty klargestellt, dass er die Veröffentlichung auch religionskritischer Karikaturen von der Meinungsfreiheit gedeckt sieht. 

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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