Revolverheld-Sänger hat Angst um Musik-Branche: "Es ist der helle Wahnsinn"

Hamburg - Johannes Strate von der Hamburger Band Revolverheld hält ein längeres Verbot von Konzerten und Festivals für absehbar.

Die Band Revolverheld, bestehend aus Kristoffer Hünecke (l-r), Jakob Sinn, Johannes Strate und Niels Kristian Hansen, am Strand bei Övelgönne.
Die Band Revolverheld, bestehend aus Kristoffer Hünecke (l-r), Jakob Sinn, Johannes Strate und Niels Kristian Hansen, am Strand bei Övelgönne.  © Daniel Bockwoldt/dpa

"Das Letzte, was die Politik auch richtigerweise erlauben wird, sind Großveranstaltungen. Dazu gehören volle Stadien und Konzerte", sagte der 40-Jährige am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. 

"Das wird noch lange ein Problem sein. Und ich fürchte, dass die Sache bis Ende August auch noch nicht gegessen ist."

Bund und Länder hatten am Mittwoch unter anderem ein Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August beschlossen. 

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Daraufhin wurden mehrere Musikfestivals abgesagt, darunter "Rock am Ring" und "Rock im Park". 

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"Für uns als Band bedeutet das eine große Umstellung. Wir tun das, was wir am liebsten machen, im Moment wirklich gar nicht", sagte der Musiker ("Ich lass für dich das Licht an") aus Bremen. 

Als Gruppe könne man das ein Jahr verkraften, schlimmer stünde es um ihr Umfeld und die gesamte Veranstaltungsbranche.

"Man muss zusehen, dass man jetzt solidarische Aktionen entwickelt, ansonsten stehen wahnsinnig viele Familien vor dem Nichts. Es ist natürlich der helle Wahnsinn", sagte Strate weiter.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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