Falsche Polizisten überfallen Laster mit Gelatine, doch dahinter steckte etwas ganz anderes

Hamburg - Im Hamburger Prozess um den Schmuggel von 1,1 Tonnen Kokain soll nach gut einjähriger Dauer am Mittwoch das Urteil verkündet werden.

Bewaffnete Polizeibeamte stehen im Polizeipräsidium neben sichergestellten Kokainpaketen.
Bewaffnete Polizeibeamte stehen im Polizeipräsidium neben sichergestellten Kokainpaketen.  © Daniel Reinhardt/dpa

Die acht Angeklagten im Alter zwischen 26 und 51 Jahren sollen einen Lastwagen an der Autobahn 7 bei Garlstorf südlich von Hamburg überfallen haben. 

Der Lastwagenfahrer sollte am 8. November 2018 einen Container mit Gelatine aus Brasilien nach Süddeutschland bringen. Tatsächlich befanden sich in dem Behälter auch 1100 Päckchen mit reinem Kokain.

Der Anklage zufolge gaben sich drei Männer bei dem Überfall als Polizisten aus. Zwei andere Angeklagte sollen den Lastwagen zu einer Lagerhalle in Hamburg-Rothenburgsort gefahren haben. 

Dort begannen sie mit drei Komplizen, das Kokain zu entladen. Spezialkräfte der Polizei überraschten sie dabei und nahmen sie fest.

Den Angeklagten drohen wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Freiheitsstrafen zwischen dreieinhalb und zehneinhalb Jahren. 

Auf diesen Strafrahmen haben sich die Prozessbeteiligten verständigt.

Im Gegenzug legten die Männer Geständnisse ab. Der Prozess hatte am 8. Mai vergangenen Jahres begonnen.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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