Extinction Rebellion: Klimaschützer belagern NDR und haben kuriose Forderung

Hamburg – Die Gruppe Extinction Rebellion hat am Montag die Einfahrt zum NDR-Gelände in Hamburg-Lokstedt blockiert und den Sender aufgefordert, in seiner Berichterstattung den Begriff Klimawandel durch Klimakrise zu ersetzen. 

Aktivisten der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion (XR) demonstrieren vor dem Eingang zum Norddeutschen Rundfunk (NDR).
Aktivisten der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion (XR) demonstrieren vor dem Eingang zum Norddeutschen Rundfunk (NDR).  © Christian Charisius/dpa

"Eine verstärkte Verwendung des Begriffs 'Klimakrise' statt 'Klimawandel' stellt eine erste Anpassungsmaßnahme an die veränderten Verhältnisse dar", hieß es am Montag in einem offenen Brief der Gruppe. 

Es gehe nicht um einen neutralen Wandel, sondern um eine bedrohliche Krise. Die Polizei erteilte den mehr als 70 Teilnehmern des Protests eine Auflösungsverfügung, wie ein Sprecher sagte. 

Zudem forderten die Beamten, die Einfahrt freizumachen und die wegen der Corona-Pandemie vorgeschriebenen Abstände einzuhalten. 

Eine Stellungnahme des NDR lag zunächst nicht vor.

Update, 18.24 Uhr: NDR nimmt Stellung

Der NDR hat eine Erklärung zur Demonstration verbreitet. Man habe das Gespräch mit den Demonstrierenden gesucht und eine Petition entgegengenommen. 

"Verantwortliche des NDR haben angeboten, zeitnah für ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern von Extinction Rebellion zur Verfügung zu stehen und in den inhaltlichen Austausch mit ihnen zu treten. Der NDR ist immer dialogbereit und offen für einen Meinungsaustausch", heißt es in der Erklärung. 

Außerdem berichte der NDR regelmäßig über Klima- und Umweltschutz. 

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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