Bitter! Hamburger Hafengeburtstag auch für 2021 abgesagt

Hamburg - Enttäuschung für die Fans der maritimen Tradition in Hamburg: Auch 2021 muss man auf Einlaufparade und Schlepperballett verzichten. 

Tausende Besucher des Hafengeburtstags feiern im Jahr 2019 an den Landungsbrücken.
Tausende Besucher des Hafengeburtstags feiern im Jahr 2019 an den Landungsbrücken.  © Axel Heimken/dpa

Der Hamburger Hafengeburtstag fällt auch im kommenden Jahr coronabedingt aus. 

Er bedauere die Absage sehr, erklärte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (63, parteilos) am Donnerstag. "Es wäre aber unverantwortlich gegenüber den vielen ehrenamtlichen Partnern, den zahllosen mit dem Hafengeburtstag verbundenen Unternehmen, gegenüber unseren Dienstleistern, gegenüber allen, für die der Hafengeburtstag eine Herzensangelegenheit ist, weiter Kosten und Aufwand zu produzieren, obwohl keine realistische Chance auf eine Durchführung besteht."

Mit jährlich mehr als einer Million Besuchern und rund 300 teilnehmenden Schiffen ist der Hamburger Hafengeburtstag laut Wirtschaftsbehörde das größte Hafenfest der Welt. 

Aufgrund der Vielzahl der Programmangebote und der komplexen Logistik brauche es einen erheblichen zeitlichen Planungsvorlauf. 

Anforderungen an Infektionsschutz nicht erfüllbar

Der russische Großsegler Mir liegt am letzten Tag des 830. Hamburger Hafengeburtstags im Jahr 2019 an den Landungsbrücken.
Der russische Großsegler Mir liegt am letzten Tag des 830. Hamburger Hafengeburtstags im Jahr 2019 an den Landungsbrücken.  © Markus Scholz/dpa

"Die verantwortungsvollste, wenn auch schmerzhafte Entscheidung, ist daher jetzt diese frühzeitige Absage", sagte Westhagemann.

Zwar sei aktuell schwer absehbar, wie sich die Pandemie bis Anfang Mai entwickeln werde. 

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sei aber davon auszugehen, dass das Virus bis dahin nicht verschwunden ist. 

Anforderungen für eine unter Infektionsgesichtspunkten sichere Durchführung der Veranstaltung wie Abstandsregelungen, Zugangskontrollen sowie die Kontaktnachverfolgung seien bei dem Format nicht erfüllbar.

Schon im Mai dieses Jahres war der Hafengeburtstag coronabedingt abgesagt worden.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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