"Harry Potter" ist zurück! Doch kann die Premiere wirklich stattfinden?

Hamburg - Perfekt choreografierte Magie, fliegende und tauchende Zauberer, atemberaubende Kämpfe zwischen Gut und Böse - Harry Potter ist zurück.

Die Schauspieler bereiten sich auf die Premiere von "Harry Potter und das verwunschene Kind" vor.
Die Schauspieler bereiten sich auf die Premiere von "Harry Potter und das verwunschene Kind" vor.  © Manuel Herlan/BB Promotion GmbH Content

Im doppelten Sinne. Nicht nur ist der Zauberlehrling, dessen Jugend Millionen Leser weltweit in den Büchern von Joanne K. Rowling mitverfolgt haben, nun erwachsen geworden.

Das entsprechende Theaterstück "Harry Potter und das verwunschene Kind" soll nun endlich die Premiere der deutschsprachigen Erstaufführung feiern.

Am 5. Dezember ist es soweit, nach drei coronabedingt verschobenen Versuchen. Der vierte Anlauf startet unter 2G-plus-Bedingungen. Die Besucher aller Vorstellungen müssen geimpft oder genesen sowie zusätzlich getestet sein.

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Produzent Maik Klokow (56) geht es dabei vor allem um die Sicherheit seines Teams auf und hinter der Bühne sowie der Gäste. Doch die 2G-plus-Regel hat einen weiteren Effekt für die Macher des Theaterstücks im Mehr!-Theater am Großmarkt. "Wir wollen ein Gesamterlebnis sein. Wenn Du bei uns ankommst, bist Du in Hogwarts. Das ist einfach eine andere Welt." Das Coronavirus und die Sorgen darum sollen vor den Türen bleiben.

Und so tauchen die Besucher in eine magische Welt ein, die schon in den Foyers beginnt. Dort hängen mehr als 3000 Glühbirnen wellenförmig von der Decke und große, mystisch gezeichnete Patronus-Bilder verzieren die Wände.

Der Theatersaal selbst wirkt auf den ersten Blick wie ein großer alter Bahnhof und verwandelt sich im Laufe des zweimal zweieinhalbstündigen Theaterstücks zu vielen verschiedenen magischen, altbekannten sowie dunklen Orten.

Kosten von rund 42 Millionen Euro

Der Eingang des Mehr! Theaters am Großmarkt.
Der Eingang des Mehr! Theaters am Großmarkt.  © Marcus Brandt/dpa

Es sei deshalb nach der 19-monatigen Corona-Zwangspause für die 35-köpfige Crew besonders wichtig gewesen, auf der Bühne das Vertrauen zu sich, zueinander und zu den Szenen zurückzugewinnen.

"Das gilt nicht nur für die schwierigen Szenen wie Tauchen, Fliegen, Verwandeln, Verzaubern. Sondern das gilt vor allem für die Szenen, die ganz klein sind. Die nur unter einer kleinen Lampe stattfinden." Der Cast ist bis auf eine Künstlerin komplett geblieben.

Die Schauspieler stehen bereits seit Oktober auf der Bühne am Großmarkt, um einst Gelerntes wieder zu verinnerlichen. In den vergangenen Monaten seien sehr viele Tickets verkauft und kaum welche umgetauscht worden - mehr als 350.000 seien es gewesen.

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Produktion und Umbau des Theaters mit seinen 1673 Plätzen haben rund 42 Millionen Euro gekostet. Das Mehr!-Theater ist das einzige weltweit, das in einen Lebensmittelgroßmarkt integriert ist.

Titelfoto: Manuel Herlan/BB Promotion GmbH Content

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