Trauer und Vorfreude: Hurricane-Festival soll 2021 wieder steigen

Scheeßel/Hamburg – Das alljährliche Rockfestival Hurricane hätte eigentlich am Freitag beginnen sollen. 

Zwei junge Frauen mit bunten Schirmen auf dem Kopf hören auf dem Hurricane Festival einem Konzert zu.
Zwei junge Frauen mit bunten Schirmen auf dem Kopf hören auf dem Hurricane Festival einem Konzert zu.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Doch in Corona-Zeiten muss es auf dem Eichenring in Scheeßel (Kreis Rotenburg) stillbleiben - genau wie beim Schwesterfestival Southside in Neuhausen ob Eck in Baden-Württemberg. 

Der Veranstalter FKP Scorpio in Hamburg verspricht, die gebuchten Bands wie Seeed, Deichkind und Kings of Leon nun 2021 auf die Bühne zu bringen.

"Natürlich ist es eine herbe Enttäuschung, wenn unsere Herzensprojekte, auf die wir mehr als ein Jahr hingearbeitet haben, ins Wasser fallen", sagte Scorpio-Geschäftsführer Stephan Thanscheidt der Deutschen Presse-Agentur. 

Zugleich gebe der Zusammenhalt von Fans, Künstlern und Partnern Kraft. "Wir alle sind eine große, durch Begeisterung für Musik vereinte Familie – und Familien halten eben zusammen."

Ein Zeichen des Zusammenhalts ist nach Thanscheidts Angaben, dass schon etwa 100.000 Gäste der zwei Festivals ihre Tickets auf das kommende Jahr umschreiben ließen. 

Auch die Musiker waren demnach schnell mit neuen Zusagen: "Alle Headliner und so gut wie alle Acts freuen sich schon darauf, ihre Auftritte 2021 nachzuholen." Dass es dann immer noch Probleme mit dem Coronavirus geben könnte, erwartet Thanscheidt nicht: "Der derzeitige Verlauf gibt uns keinen Anlass, von so langfristigen Auswirkungen auszugehen."

NDR zeigt Hurricane-Konzerthöhepunkte im TV

Ganz ohne Hurricane soll das kommende Wochenende im Norden aber nicht verlaufen. Der NDR zeigt von Freitag bis Sonntag etwa 30 Stunden lang Konzerthöhepunkte im Internet. Dazu gibt es im NDR-Fernsehen Samstagnacht eine dreistündige Show, produziert auf dem Eichenring in Scheeßel. 

Ähnliches plant im Süden der SWR für die Southside-Fans. "Wir selbst werden am Wochenende sicherlich viele Konzerte auf der Couch genießen, stehen aber auch für unterschiedliche Aktionen wie einen Livechat mit unseren Gästen parat", sagte Thanscheidt.

Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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