Unesco-Weltkulturerbe? Stadt Lüneburg will sich erneut bewerben

Lüneburg - Die Stadt Lüneburg will sich zum dritten Mal für das Weltkulturerbe der UN-Kulturorganisation Unesco bewerben!

Die Stadt Lüneburg will sich zum dritten Mal für das Weltkulturerbe der Unesco bewerben.
Die Stadt Lüneburg will sich zum dritten Mal für das Weltkulturerbe der Unesco bewerben.  © Philipp Schulze/dpa

"Wir sind aufgefordert worden", sagte Museumsdirektorin Heike Düselder. "Lüneburg versucht auf die bundesweite Tentativliste zu kommen". Die Erfolgsaussichten seien am Ende aber gering, weil Deutschland überrepräsentiert sei.

Die Historikerin bereitet derzeit gemeinsam mit dem Kulturreferat der Hansestadt den Antrag vor, der bis zum 31. März 2021 in Hannover vorliegen muss.

Das Land Niedersachsen kann zwei Vorschläge unterbreiten. Schon allein dieser Zwischenschritt wäre gut für das Prestige und Marketing der 78.000-Einwohner-Stadt an der Ilmenau.

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Düselder wird sich in ihrem Antrag auf den Wohlstand der Hansestadt zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert konzentrieren, in denen die historischen Bauten entstanden sind.

Neben den acht Kirchen und dem großen Rathaus wurden damals auch Hospitäler und Stiftungen errichtet.

"Das Denken und der Geist der Stadt in der Renaissance finden sich in der Architektur wieder", sagte die Vorsitzende der Museumsstiftung Lüneburg.

Niedersächsische Auswahl in 2021, bundesweite Auswahl in 2023

Heike Düselder, Museumsdirektorin, zeigt auf einem Modell auf das Rathaus der Stadt Lüneburg.
Heike Düselder, Museumsdirektorin, zeigt auf einem Modell auf das Rathaus der Stadt Lüneburg.  © Philipp Schulze/dpa

Die Hansestadt war durch die Salzvorkommen reich geworden. "Vielen Menschen ging es aber auch nicht gut und für die hat man damals gesorgt", sagte sie.

Weil in der Backsteinstadt das bauliche Erbe stets geschätzt und gepflegt wurde, sieht Düselder auch den Gedanken der Nachhaltigkeit erfüllt.

"Man versuchte hier immer, die historische Bausubstanz zu erhalten und mit Leben zu füllen".

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Wenn das Land Lüneburg Ende Oktober 2021 auf die Liste setzen sollte, folgt 2023 die bundesweite Auswahl.

Für die zweijährige Ausarbeitung eines konkreten Konzepts ist von 200.000 Euro für eine Projektstelle für einen Historiker oder eine Historikerin die Rede, schrieb die Lüneburger Landeszeitung.

Dann entscheidet die Kultusministerkonferenz, 2024 geht die neue Liste dann an die Unesco.

Titelfoto: Philipp Schulze/dpa

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