Weltberühmter Autor starb mit 26 Jahren, nun kann man sein Zimmer wieder betreten

Hamburg – Sein Antikriegsdrama "Draußen vor der Tür" machte ihn posthum weltberühmt: Vor 100 Jahren wurde der Schriftsteller Wolfgang Borchert in Hamburg geboren. Er wurde nur 26 Jahre alt.

Konstantin Ulmer, Kurator, steht vor der Universitätsbibliothek Hamburg vor einem Banner mit dem Konterfei des Schriftstellers.
Konstantin Ulmer, Kurator, steht vor der Universitätsbibliothek Hamburg vor einem Banner mit dem Konterfei des Schriftstellers.  © Georg Wendt/dpa

Am 20. Mai wäre der Schriftsteller Wolfgang Borchert (1921-1947) 100 Jahre alt geworden.

Aus diesem Anlass zeigt die Universitätsbibliothek Hamburg eine neue Dauerausstellung, die den Nachlass des Autors und sein Arbeitszimmer öffentlich zugänglich macht.

"Das Wolfgang-Borchert-Zimmer im Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg galt unter Literaturinteressierten als Geheimtipp, seit Borcherts Mutter Hertha 1976 den Nachlass ihres Sohnes der Bibliothek vermacht hatte", teilte die Bibliothek mit.

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Zu seinem 100. Geburtstag zieht der Nachlass, bestehend aus seinen Möbeln, seinen Büchern, Tabakspfeife, der berühmten Küchenuhr und vielen weiteren Objekten, um: Am 11. Mai wird im Hauptgebäude der Bibliothek die "Borchert-Box" eröffnet, ein Glaskasten mit zwei Räumen, in denen die neue Ausstellung "Dissonanzen. Wolfgang Borchert (1921-1947)" Platz findet.

"Wir möchten einer neuen Generation von Leserinnen und Lesern einen Erstkontakt mit Borchert ermöglichen und gleichzeitig denjenigen, die Autor und Werk gut kennen, Neues präsentieren", sagte Kurator Konstantin Ulmer.

"Borchert-Box" ist jeden Tag geöffnet

Hinter Glaswänden, in der sogenannten "Borchert-Box", stehen Gegenstände wie zum Beispiel ein Schreibtisch, ein Sessel und Regale aus dem Nachlass von Wolfgang Borchert.
Hinter Glaswänden, in der sogenannten "Borchert-Box", stehen Gegenstände wie zum Beispiel ein Schreibtisch, ein Sessel und Regale aus dem Nachlass von Wolfgang Borchert.  © Georg Wendt/dpa

Die "Borchert-Box" sei als dauerhaftes Angebot geplant und werde sieben Tage die Woche bis 24 Uhr zugänglich sein, wenn die Bibliothek wieder im Normalbetrieb läuft.

Zudem sei ein Großteil der Ausstellung - neben "Borcherts Zimmer" die virtuelle Karte "Borcherts Hamburg" sowie Informationen über das kurze und intensive Leben und Werk des Autors über die Ausstellungswebsite online zugänglich.

Auch der "Borchert-Bot", ein Gedichtautomat, dessen künstliche Intelligenz mit den Texten des Jubilars trainiert wurde, kann sowohl über einen Touchscreen vor Ort als auch am Endgerät zu Hause genutzt werden.

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Die Ausstellung ergänzt das Festival "Hamburg liest Borchert", das am 17. Mai eröffnet wird.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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