Vorsicht vor Blaualgen in diesem Hamburger Gewässer!

Hamburg - Die Badestellen in Hamburg sind zwar noch sicher, doch an anderer Stelle gibt es dafür bereits Blaualgen. 

Ein Blaualgen-Teppich schwimmt auf dem Jenfelder Moor in Hamburg.
Ein Blaualgen-Teppich schwimmt auf dem Jenfelder Moor in Hamburg.  © TAG24/Oliver Wunder

Seit mehreren Tagen leuchtet die Wasseroberfläche des Jenfelder Moors blaugrün. Algenschlieren treiben auf dem See im Stadtteil Jenfeld. Es riecht teilweise unangenehm. 

Auf TAG24-Nachfrage sagte ein Sprecher der Umweltbehörde, dass es sich dabei vermutlich um Blaualgen handele. Da das Jenfelder Moor kein Badegewässer sei, werde die Wasserqualität aber nicht regelmäßig untersucht. 

Blaualgen sind eigentlich Cyanobakterien. Sie produzieren Giftstoffe. Vor allem Hundehalter und Eltern sollten daher besonders aufpassen. 

Hautkontakt und Verschlucken des Wassers sollte vermieden werden, rät das Institut für Hygiene und Umwelt. 

Sonst könne es zu allergischen Reaktionen, Übelkeit und Erbrechen kommen. Für Tiere kann das Gift tödliche Folgen haben. 

Vor wenigen Tagen starben drei Hunde an der Ostsee, nachdem sie mit Blaualgen verseuchtes Wasser getrunken hatten. Der Strandabschnitt bei Wampen in Mecklenburg-Vorpommern wurde daraufhin gesperrt. 

Bei Blaualgen-Vorkommen heißt es also für Mensch und Tier: Badeverbot!

Zerkarien in Allermöher See gefunden

Der Öjendorfer See musste in den vergangenen Jahren mehrmals wegen Blaualgen gesperrt werden. Schilder wiesen Badegäste darauf hin. (Archivbild)
Der Öjendorfer See musste in den vergangenen Jahren mehrmals wegen Blaualgen gesperrt werden. Schilder wiesen Badegäste darauf hin. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Bislang sind Blaualgen in keinem der 14 Hamburger Badegewässer nachgewiesen worden. Das trockene, heiße und sonnige Wetter kann aber schnell zu einem massenhaften Auftreten führen. 

In den vergangenen Jahren geschah das mehrmals im Öjendorfer See, er wurde gesperrt. Im Jahr 2018 machten Blaualgen den Organisatoren des Ironman ihre Planungen zunichte

Das Schwimmen über 3,8 Kilometer in der Alster musste ausfallen. Zu hoch war die Konzentration der giftigen Cyanobakterien im Wasser. 

Übrigens werden die Hamburger Badegewässer alle drei Wochen untersucht, bei Blaualgen-Vorkommen häufiger. Die Ergebnisse und aktuelle Warnhinweise werden auf der >> Badegewässer-Übersicht der Stadt veröffentlicht. 

Aktuell müssen Badegäste im Allermöher See mit >> Zerkarien rechnen. Das sind Larven von kleinen Saugwürmern, die einen ungefährlichen Hautausschlag verursachen können, der aber juckt.

Update, 22. August, 14.25 Uhr: Bezirksamt warnt

Am Donnerstag hat das Bezirksamt Wandsbek vor einer Benutzung des Jenfelder Moors gewarnt. 

Die Blaualgenblüte sei zwar beeindruckend, aber nicht gesund, heißt es auf Twitter dazu. 

Nach TAG24-Informationen sollen auch Gewässer im Wandsbeker Gehölz von Blaualgen betroffen sein.

Titelfoto: TAG24/Oliver Wunder

Mehr zum Thema Hamburg Lokal:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0