Corona-Leugner und Linksextremisten demonstrieren in Hamburg

Hamburg - In Hamburg wollen am Samstag Corona-Leugner und Linksextreme auf die Straße gehen. 

Gegner der Corona-Maßnahmen demonstrierten bereits im August in Hamburg.
Gegner der Corona-Maßnahmen demonstrierten bereits im August in Hamburg.  © Markus Scholz/dpa

Die Gruppe "Querdenken" hat am Nachmittag (15 Uhr) am Jungfernstieg zu einer Kundgebung aufgerufen, um "gemeinsam und gewaltfrei für die Aufhebung der Coronamaßnahmen" zu demonstrieren, wie es im Aufruf heißt. 

Etwa 950 Teilnehmer werden laut Polizei erwartet. 

Bei Kundgebungen der Gruppe waren in der Vergangenheit immer wieder auch Rechtsextremisten zugegen. 

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts hat zeitgleich eine Gegenkundgebung am Neuen Jungfernstieg angemeldet.

Angesichts der Corona-Krise wollen Linke am Abend (18 Uhr) unter dem Motto "Wer hat, der gibt" unter anderem durch den Nobelstadtteil Pöseldorf ziehen. 

"Die Reichen müssen für die Krise bezahlen!", heißt es in ihrem Aufruf. 

Aufruf wird von linksextremen Gruppen unterstützt

Auch Linke wollen am Samstag in Hamburg demonstrieren. (Symbolbild)
Auch Linke wollen am Samstag in Hamburg demonstrieren. (Symbolbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hier werden etwa 2000 Demonstranten erwartet. 

Unterstützt wird die Kundgebung auch von vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuften Gruppen wie der Interventionistischen Linken oder der anarchistischen Libertären H-Burg.

Ein Demonstrationsteilnehmer der "Querdenker" in Hamburg.
Ein Demonstrationsteilnehmer der "Querdenker" in Hamburg.  © Markus Scholz/dpa

Update, 16.47 Uhr: 400 Menschen demonstrieren in Hamburg

Mehrere Hundert Anhänger der "Querdenker" sind in Hamburg am Samstag auf die Straße gegangen. 

Unter lautstarkem Gegenprotest von rund zwei Dutzend schwarz gekleideten Antifa-Anhängern demonstrierten sie für die Aufhebung der Coronamaßnahmen. 

Die Polizei sprach von rund 400 Teilnehmern. "Die Regierung manipuliert und betrügt" stand auf einem Plakat. Bei der Demonstration war auch eine Fahne der amerikanischen Verschwörungstheoretiker-Gruppe "QAnon" zu sehen.

In der Nähe hatte das Hamburger Bündnis gegen Rechts zeitgleich zu einer Gegenkundgebung aufgerufen, zur der laut Polizei etwa 40 Demonstranten kamen. 

Polizisten hielten die Lager auseinander. Zu nennenswerten Zwischenfällen kam es zunächst nicht.

Update, 19.49 Uhr: Kapitalismus-Gegner demonstrieren in Nobelviertel

Unter dem Moto "Wer hat, der gibt" haben linke und linksextreme Gruppen wie angekündigt am Samstagabend in Hamburgs Nobelviertel Pöseldorf demonstriert. 

"Die Reichen müssen für die Krise bezahlen!", hieß es auf einem Banner an der Spitze des Demonstrationszuges. Großunternehmen und Superreiche müssten zur Bewältigung der Corona-Krise zur Kasse gebeten werden.

Die Polizei sprach von anfänglich rund 500 Teilnehmern, verzeichnete aber weiteren Zulauf. 

Titelfoto: Montage: Markus Scholz/dpa, Daniel Bockwoldt/dpa

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