Ganztägiger Warnstreik im öffentlichen Dienst: Einschränkungen drohen

Hamburg - Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes müssen sich Hamburgs Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch wegen eines ganztägigen Warnstreiks auf Einschränkungen einstellen.

Vom Streik betroffen seien voraussichtlich unter anderem Schulbüros, Teile der Bezirksämter, die Bauhöfe und die Schleusen. (Symbolbild)
Vom Streik betroffen seien voraussichtlich unter anderem Schulbüros, Teile der Bezirksämter, die Bauhöfe und die Schleusen. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Betroffen seien voraussichtlich unter anderem Schulbüros, Teile der Bezirksämter, die Bauhöfe und die Schleusen, sagte Hamburgs stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin Sieglinde Frieß der Deutschen Presse-Agentur.

Ziel der ersten größeren Arbeitsniederlegung in der laufenden Tarifauseinandersetzung sei, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen und zu einem Abschluss zu kommen.

Am kommenden Wochenende steht in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde zwischen Verdi und weiteren Arbeitnehmervertretungen sowie der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) an.

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Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder neben besseren Arbeitsbedingungen fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich. Außerdem sollen Auszubildende und Praktikanten monatlich 100 Euro mehr bekommen. Die TdL wies die Forderungen bisher als unrealistisch zurück und legte noch kein Angebot vor.

Hamburgs Finanzsenator und TdL-Vorstand Andreas Dressel (46, SPD) setzt auf eine Tarifeinigung in dieser Verhandlungsrunde. Aus seiner Sicht wären ein Vertagen der Gespräche und ein möglicher Arbeitskampf ein schlechtes Zeichen. Er betonte jedoch, dass für einen Abschluss Kompromissbereitschaft nötig sei.

"Das setzt Bewegung auf allen Seiten voraus", sagte Dressel.

3500 bis 4000 Teilnehmer erwartet

Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Hauptkundgebung für 13 Uhr beim DGB-Gewerkschaftshaus angesetzt. Dort würden 3500 bis 4000 Teilnehmer erwartet, sagte Frieß.

Vorher gibt es den Angaben zufolge um 11 Uhr dezentrale Kundgebungen, unter anderem beim Fischmarkt und auf dem Campus der Universität.

Anschließend führen Demonstrationszüge zum Besenbinderhof.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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