Großspende sichert weiteren Obdachlosen Hotel-Zimmer im Winter

Hamburg - Dank einer Großspende können rund 60 obdachlose Menschen von Dezember bis April sicher in Hotels untergebracht werden.

Volker Mähl bekam durch die Initiative "Hotels for Homeless" ein Hotelzimmer.
Volker Mähl bekam durch die Initiative "Hotels for Homeless" ein Hotelzimmer.  © Daniel Reinhardt/dpa

Damit können die Partner Alimaus, Hinz&Kunzt, Diakonie Hamburg und Caritas ihr Projekt aus dem Frühjahr fortführen, teilten die Organisatoren am Dienstag in Hamburg mit. Das Hamburger Unternehmen Reemtsma stellt dafür erneut 300.000 Euro zur Verfügung.

Die Projektpartner reagierten damit auf die anhaltend hohe Gefährdung der Betroffenen, gerade in der kalten Jahreszeit. Während die Stadt die Zahl der Plätze in Gemeinschaftsunterkünften im Winternotprogramm erhöht hat, setzt das Bündnis auf Einzelunterbringung als wirksamsten Corona-Schutz.

Das Engagement umfasst auch die Begleitung durch Sozialarbeiter und nach Möglichkeit eine regelmäßige Essensversorgung sowie die Bereitstellung von Hygieneartikeln und sauberer Kleidung.

"Einzelunterbringung und ein Minimum an Ruhe und Privatsphäre eröffnen deutlich bessere Chancen für Perspektiven aus der Obdachlosigkeit", sagte Landespastor Dirk Ahrens und Leiter des Diakonischen Werks Hamburg.

"Unser Hotelprojekt liefert also wichtige Hinweise, in welche Richtung das Unterbringungssystem in Hamburg weiterentwickelt werden müsste", sagte Ahrens.

Hotelbetten haben große positive Effekte auf die Obdachlosen

Bereits zu Beginn der Pandemie hatte das Bündnis nach einer Spende von Reemtsma obdachlose Menschen in Hotels untergebracht und damit gute Erfahrungen gemacht: Die Menschen konnten sich physisch und psychisch sehr gut erholen und waren für weitergehende Hilfsangebote zugänglicher.

In einigen Fällen gelang auch der Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und eine feste Unterkunft.

Weitere 20 Obdachlose erhalten durch die Aktion "Hotels for Homeless" ein Hotelzimmer.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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