29-Jähriger rammt bei Festnahme Polizeiauto: Beamter erliegt seinen Verletzungen

Hamburg - Was für eine traurige Nachricht! Ein 57 Jahre alter Polizist, der Ende Februar bei der Festnahme eines Mannes in Hamburg-Lurup lebensgefährlich verletzt wurde, ist tot. 

Das Foto zeigt die Unfallstelle vom 25. Februar.
Das Foto zeigt die Unfallstelle vom 25. Februar.  © Jonas Walzberg/dpa

Er sei am frühen Morgen gestorben, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Nach Angaben der Polizei aus der vergangenen Woche wollte ein Beamter aus Itzehoe den gesuchten 29-Jährigen am 25. Februar in seinem Auto festnehmen. 

Dieser sei aber plötzlich losgefahren, in den Gegenverkehr gesteuert und mit seinem Wagen frontal gegen das zivile Polizeiauto des 57-Jährigen geprallt. 

Trotz des Unfalls habe der 29-Jährige weiter Gas gegeben, sodass das Polizeifahrzeug elf Meter verschoben worden sei.

Der 57 Jahre alte Zivilfahnder wurde den Angaben zufolge bei dem Zusammenstoß lebensgefährlich verletzt und musste von Rettungskräften wiederbelebt werden. Sein Kollege aus Itzehoe, der im Auto des 29-Jährigen saß, wurde leicht verletzt, der Gesuchte selbst blieb unverletzt. 

Der 29-Jährige wurde festgenommen und befindet sich in Haft. Die Polizei war auf den Gesuchten aufmerksam geworden, als dieser in seinem Auto an einer Bushaltestelle stand. Er wurde per Haftbefehl gesucht.

"Wir haben am Morgen Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragt", erklärte Nana Frombach, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, auf TAG24-Nachfrage. Hinzu komme gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.

"Wir sind erschüttert und traurig", schrieb die Polizei Hamburg auf Twitter zum Tod ihres Kollegen. "Seiner Familie und Freunden sprechen wir unser tiefes Beileid und Mitgefühl aus."

Titelfoto: Jonas Walzberg/dpa

Mehr zum Thema Hamburg Lokal:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0