Vorsicht! Diesen Bäumen im Stadtpark solltet Ihr Euch lieber nicht nähern

Hamburg - In Hamburg steigt die Gefahr durch Eichenprozessionsspinner: Jetzt warnt das Bezirksamt Hamburg-Nord auch im Stadtpark vor den gefährlichen Nestern.

Das Bezirksamt Hamburg warnt im Stadtpark vor den Eichenporzessionsspinnern.
Das Bezirksamt Hamburg warnt im Stadtpark vor den Eichenporzessionsspinnern.  © Fabian Rentzsch

Die Raupen sind bereits in mehreren Hamburger Stadtteilen gefunden worden.

Betroffen sind unter anderem die Boberger Dünen, der Bereich rund um die Alster, der Ortsteil Bergedorf sowie der Öjendorfer Park, wie eine Sprecherin der Umweltbehörde bereits am Montag auf Nachfrage mitteilte (TAG24 berichtete).

Inzwischen hat das Bezirksamt Nord aber auch im Hamburger Stadtpark Warnschilder platziert. Es bestehe Allergiegefahr. "Bitte Raupen und Nester nicht berühren", heiß es dort.

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Rund um die Alster sowie in Bergedorf wurden die Raupen bereits abgesaugt.

Wegen ihrer giftigen Brennhaare kann die Schmetterlingsraupe für den Menschen extrem gefährlich werden. Die Haare besitzen kleine Widerhaken, die sich auf der Haut festsetzen.

Mit der Luft können sie über weite Strecken getragen werden und sind noch mehrere Jahre auffindbar. Im Universitäts-Klinikum Münster (UKM) mussten die feinen Härchen der Raupe in dieser Woche sechs Menschen aus den Augen operiert werden.

Die Patienten hätten über eine Rötung des Auges, ein Fremdkörpergefühl, Tränen, Jucken und starke Schmerzen geklagt, berichtete die UKM-Augenklinik am Freitag.

Sie hätten angegeben, zuvor Fahrrad gefahren zu sein, Laub aufgewirbelt oder bei der Reinigung von Bäumen vom Eichenprozessionsspinner zugeschaut zu haben. Es sei sehr schwierig gewesen, die feinen Härchen aus der Hornhaut zu bekommen, sagte Oberärztin Lamis Baydoun laut einer Mitteilung.

Das UKM empfahl Patienten mit plötzlich auftretenden unerklärlichen Augenbeschwerden, zum Arzt zu gehen, um überprüfen zu lassen, ob vielleicht etwas im Auge ist. "Denn wenn es wirklich der Prozessionsspinner ist, werden die Beschwerden ohne Behandlung nicht abklingen", sagte Baydoun weiter.

Die Raupen können Eichen kahlfressen, aber auch für Menschen gefährlich werden. Ihre Härchen führen zu Pusteln und Hautausschlag. Die Haare können außerdem Atembeschwerden, Atemnot, Augenreizungen oder gar einen allergischen Schock auslösen.

In Hamburg waren die wärmeliebenden Tiere 2011 erstmals an Eichen aufgetaucht und sind seitdem jedes Jahr in der Hansestadt nachgewiesen worden.

Ein Nest mit Raupen klebt an der Rinde eines Baumes im Stadtpark.
Ein Nest mit Raupen klebt an der Rinde eines Baumes im Stadtpark.  © Fabian Rentzsch

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