Sea-Watch tauft in Hamburg neues Schiff zur Seenotrettung

Hamburg - Die Hilfsorganisation Sea-Watch will ein weiteres Schiff für die Rettung von Bootsmigranten ins Mittelmeer schicken. Am Donnerstagnachmittag soll das neue Schiff der Flotte in Hamburg getauft werden, wie Sea-Watch am Dienstag mitteilte.

Die "Sea-Watch 5" wird dann zusammen mit der "Sea-Watch 4" im Einsatz sein.
Die "Sea-Watch 5" wird dann zusammen mit der "Sea-Watch 4" im Einsatz sein.  © Hannah Wallace Bowman/MSF/dpa

Die "Sea-Watch 5" sei eine "Reaktion auf den harten parlamentarischen Rechtsruck in Italien, als gemeinsame Antwort auf das politische Schweigen und Sterben-Lassen auf dem zentralen Mittelmeer".

Das zwölf Jahre alte und 58 Meter lange Schiff werde in den kommenden Monaten für seinen ersten Einsatz umgebaut und vorbereitet. Der ist Sea-Watch zufolge für Anfang 2023 geplant.

Das Schiff sei schneller, größer und effizienter als alle Vorgänger und könne damit mehr gerettete Personen aufnehmen und sie besser versorgen.

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Die Hilfsorganisation Sea-Watch hatte eigenen Angaben zufolge im Juni 2015 das erste Rettungsschiff ins Mittelmeer geschickt.

Mehr als 45.000 Menschen seien seitdem vor dem Ertrinken gerettet worden.

Für Samstag und Sonntag sind in Hamburg zudem an der Überseebrücke Tage des offenen Schiffs geplant. Von 12 Uhr an können Interessierte an Bord der "Sea-Watch 5" gehen und sich über die Einsätze informieren. Am Samstagabend soll es zudem ein Überraschungskonzert geben.

Titelfoto: Hannah Wallace Bowman/MSF/dpa

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