Tollerort-Geschäftsführer verlässt Unternehmen nach Cosco-Einstieg!

Hamburg - Der Geschäftsführer des wegen der geplanten chinesischen Beteiligung bundesweit bekannt gewordenen Hamburger Containerterminals Tollerort verlässt das Unternehmen.

Das Containerschiff "Xin Lian Yun Gang" der Reederei Cosco Shipping liegt am Containerterminal Tollerort.
Das Containerschiff "Xin Lian Yun Gang" der Reederei Cosco Shipping liegt am Containerterminal Tollerort.  © Jonas Walzberg/dpa

Ein Sprecher des Hafenlogistikers HHLA sagte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur, sein Weggang Ende Oktober habe absolut nichts mit dem geplanten Einstieg des chinesischen Cosco-Konzerns zu tun.

Dies sei vielmehr bereits vor längerer Zeit im beiderseitigen Einvernehmen entschieden worden.

Der Geschäftsführer habe "den Wunsch geäußert, eine neue berufliche Aufgabe außerhalb der HHLA annehmen zu wollen", sagte eine Sprecherin der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) dem NDR und WDR, die zuvor darüber berichtet hatten.

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Der 57-Jährige ist nach HHLA-Angaben bereits seit vielen Jahren im Unternehmen und seit 2019 Geschäftsführer des Containerterminals Tollerort.

Man sei ihm "sehr dankbar" für das, was er in verschiedenen Funktionen in der HHLA geleistet habe, hieß es.

Kompromiss nach Streit um Einstieg des chinesischen Staatskonzerns Cosco

Das Containerschiff "Cosco Pride" fährt auf der Elbe vor dem Container-Terminal Tollerort im Morgennebel.
Das Containerschiff "Cosco Pride" fährt auf der Elbe vor dem Container-Terminal Tollerort im Morgennebel.  © Jonas Walzberg/dpa

Das Bundeskabinett hatte sich vergangene Woche im Streit um den Einstieg des chinesischen Staatskonzerns Cosco auf einen Kompromiss verständigt. Demnach wurde eine sogenannte Teiluntersagung beschlossen, wodurch die Chinesen nur einen Anteil unterhalb von 25 Prozent an dem Containerterminal Tollerort erwerben dürfen.

Ein weitergehender Erwerb oberhalb dieses Schwellenwerts werde untersagt. Cosco wollte ursprünglich einen Anteil von 35 Prozent erwerben.

Zudem seien Sonderrechte untersagt worden. Damit werde eine strategische Beteiligung am Terminal verhindert und der Erwerb auf eine reine Finanzbeteiligung reduziert. Grund für die Teiluntersagung sei, dass eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit vorliege. Die Schwelle von 25 Prozent könne auch künftig nicht ohne neues Investitionsprüfverfahren überschritten werden.

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Cosco werde zudem unter anderem untersagt, sich vertraglich Vetorechte bei strategischen Geschäfts- oder Personalentscheidungen einräumen zu lassen.

Titelfoto: Jonas Walzberg/dpa

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