Lebensgefährliche Schüsse bei Hamburg: Zwei Männer noch auf der Flucht

Glinde/Lübeck - Vor rund einer Woche hat es an einem Golfplatz in Glinde bei Hamburg eine Schießerei gegeben, bei der ein 40-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt worden ist (TAG24 berichtete). 

Die Polizei sichert am Tatort in Glinde Spuren.
Die Polizei sichert am Tatort in Glinde Spuren.  © Lars Ebner

Ein weiterer Beteiligter im Alter von 25 Jahren erlitt eine Stichverletzung.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten, waren bei der vorausgegangenen Auseinandersetzung wohl insgesamt vier Männer beteiligt. 

Die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Lübecker Mordkommission ermitteln nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes. 

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand hatte der 25-jährige Mann aus Glinde den 40 Jahre alten Mann aus Hamburg zunächst telefonisch aufgefordert, ihn in der Nähe des Golfplatzes in Glinde für ein Gespräch zu treffen.

Über die Hintergründe wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine Angaben machen. 

Der Hamburger habe sich schließlich an den Ort der späteren Auseinandersetzung begeben, wo er sich dem 25-jährigen Glinder, aber auch zwei weiteren ihm nicht bekannten Männern gegenübergesehen habe. 

Nach einer verbalen Auseinandersetzung soll das Opfer auch tätlich angegriffen worden sei. Er habe sich daraufhin mit einem Messer gewehrt und den Glinder verletzt. 

Im weiteren Verlauf sollen sowohl der 25-Jährige, als auch einer seiner Begleiter auf das spätere Opfer geschossen haben. Der andere Begleiter habe zudem eine Axt bei sich gehabt.

Der 25-Jährige wurde bereits am Freitag im Krankenhaus festgenommen. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags erlassen. Der Mann befinde sich auch weiterhin in stationärer Behandlung, bewacht durch Beamte der Justizvollzugsanstalt Lübeck.

Die beiden weiteren Tatverdächtigen befinden sich den Angaben zufolge noch immer auf der Flucht. Die polizeilichen Ermittlungen in dem Fall dauern an.

Titelfoto: Lars Ebner

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