Baugerüst stürzt zusammen: Ein Toter, drei Verletzte

Hamburg - Am Heiligengeistfeld in Hamburg ist am Dienstagnachmittag ein Baugerüst an einem mehrstöckigen Gebäude eingestürzt. Nach ersten Informationen sollen mehrere Arbeiter verschüttet worden sein. 

Polizei und Feuerwehr sind vor Ort. 
Polizei und Feuerwehr sind vor Ort.   © Blaulicht-News.de

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist aktuell noch völlig unklar. 

Polizei und Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an. Aktuell gehen die Einsatzkräfte von einem "Massenanfall von Verletzten" aus. Noch ist aber nicht bekannt, wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind. 

Der Bereich um die Unfallstelle wurde weiträumig gesperrt, auch ein Rettungshubschrauber ist im Einsatz. 

Es kommt zu Verkehrsbehinderungen im Bereich der Innenstadt. 

Noch ist unklar, wie viele Menschen verschüttet wurden. 
Noch ist unklar, wie viele Menschen verschüttet wurden.   © Blaulicht-News.de

Update, 15.32 Uhr: Mindestens eine Person verschüttet

Aktuell gehen die Einsatzkräfte von mindestens einer verschütteten Person aus. "Es scheint so zu sein, dass ein Baugerüst in Teilen eingestürzt ist", sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag. "Derzeit liegen mir Informationen über eine eingeklemmte Person vor."

Polizei, Feuerwehr und Notarzt seien im Stadtteil St. Pauli vor Ort. Das Baugerüst hat Augenzeugen zufolge mindestens fünf Etagen.

Update, 15.49 Uhr: Mehrere Menschen verletzt

Inzwischen geht die Polizei von mindestens zwei Menschen aus, die unter dem Gerüst begraben wurden. Der Feuerwehr zufolge sind zwei Personen von dem Gerüst und Fassadenteilen verschüttet worden, sechs weitere Menschen wurden von dem einstürzenden Baugerüst getroffen. 

Fünf davon kamen ersten Angaben zufolge mit leichten Verletzungen davon, ein sechster mit schwereren. Über den Zustand der beiden verschütteten Menschen war zunächst nichts bekannt.

Update, 17.07 Uhr: Ein Toter, drei Verletzte

Beim Einsturz des Baugerüstes am Hamburger Millerntorplatz ist ein Bauarbeiter tödlich verletzt worden. 

Das Gerüst an dem Neubau im Stadtteil St. Pauli sei an einer Seite komplett eingestürzt, sagte Jan Ole Unger, Sprecher der Hamburger Feuerwehr am Dienstagnachmittag. 

Auf dem Gerüst standen den Angaben zufolge zum Zeitpunkt des Vorfalls neun Bauarbeiter. Fünf von ihnen überstanden den Unfall unverletzt, zwei kamen mit leichteren Verletzungen davon und zwei weitere wurden unter dem Gerüst und herabstürzenden Ziegelteilen verschüttet. 

"Einen davon haben wir tot geborgen. Einer ist noch verschüttet, aber ansprechbar. Den retten wir im Moment", so Unger weiter.

Mindestens 140 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren an dem sechsgeschossigen Gebäude im Einsatz. 

Update, 19.37 Uhr: Einsatzkräfte arbeiteten unter Lebensgefahr

Wie die Feuerwehr am Abend weiter mitteilte, seien nicht nur Gerüstteile, sondern auch tonnenschwere Ziegelsteine und Teile der Fassadendämmung heruntergestürzt. Einzelne Gerüstteile mussten zunächst durchgeschnitten werden, damit sie überhaupt bewegt werden konnten. 

Feuerwehr- und Polizeikräfte arbeiteten unter eigener Lebensgefahr in dem Trümmerfeld, da immer die Gefahr bestand, dass weitere große Teile herabstürzen könnten. Der lebend verschüttete Bauarbeiter konnte nach eineinhalb Stunden gerettet werden. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. 

Der andere Verschüttete verstarb noch vor Eintreffen der Feuerwehr. Von den neun anwesenden Bauarbeitern blieben insgesamt fünf unverletzt, einer wurde leicht verletzt, einer schwer. 

Der Einsatz der Feuerwehr Hamburg dauerte insgesamt vier Stunden.

Titelfoto: Blaulicht-News.de

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