Nach Corona-Ausbruch in Hamburg: 100 Menschen werden noch gesucht!

Hamburg - Nach dem Corona-Ausbruch in der Hamburger Bar "Katze" (TAG24 berichtete) suchen die Behörden nun nach möglichen Besuchern. 

Tische, Bänke und Schirme stehen vor der geschlossenen Katze.
Tische, Bänke und Schirme stehen vor der geschlossenen Katze.  © dpa/Christian Charisius

Alle Personen, die die Bar "Katze" am 5., 8. oder 9. September besucht haben und noch nicht kontaktiert wurden, sollen sich telefonisch beim Gesundheitsamt unter 040 42811 1659 melden und sich freiwillig in Quarantäne begeben, teilte die Gesundheitsbehörde mit. 

"Es besteht das Risiko, dass Menschen infiziert wurden, die bisher keine Symptome zeigen, aber dennoch angesteckt wurden", sagte Sprecher Martin Helfrich. Wer falsche oder unvollständige Kontaktangaben gemacht hat, konnte womöglich bisher nicht erreicht werden.

In der Bar im beliebten Schanzenviertel wurden mehrere Barmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Es müsse angenommen werden, dass sich Gäste ohne ausreichenden Abstand angesteckt haben könnten. 

"Es kann sein, dass bis zu 600 Menschen betroffen sein könnten", sagte Helfrich. 

Das Gesundheitsamt habe zum Schutz der Gäste begonnen, alle betroffenen Besucher der Bar zu kontaktieren.

Bar-Personal positiv getestet

Ein Schild mit dem Text "Sorry, Heute leider geschlossen" hängt an der Tür.
Ein Schild mit dem Text "Sorry, Heute leider geschlossen" hängt an der Tür.  © dpa/Christian Charisius

Weil etliche Personen jedoch falsche Kontaktdetails angegeben hätten, seien noch nicht alle Kontaktpersonen ermittelt worden. Die Bar ist gegenwärtig geschlossen.

"Dieser Fall zeigt erneut: Die wahrheitsgemäße Angabe der Kontaktdaten in gastronomischen Betrieben ist wichtig, um im Falle eines Infektionsgeschehens alle möglicherweise Betroffenen warnen zu können", sagte Helfrich.

Im Vordergrund stehe nun, durch das Auffinden aller womöglich Infizierten die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Für die Beschäftigten war das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung den Angaben nach nicht per se Pflicht. "Beim Bedienen am Platz ist eine Mund-Nasen-Bedeckung obligatorisch. Beim Bedienen hinterm Tresen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zwingend erforderlich, wenn ausreichend Abstand eingehalten wird", so Helfrich.

Die Behörden prüfen aber auch, ob das Hygienekonzept nicht eingehalten wurde.

Update, 17. September, 13.20 Uhr: Rund 600 Gäste von Corona-Ausbruch in Hamburger Bar betroffen

Nach dem Corona-Ausbruch in der "Katze" m Hamburger Schanzenviertel gehen die Behörden von rund 600 Betroffenen aus. 

500 Menschen aus nahezu allen Hamburger Bezirken, die die Bar am 5., 8. oder 9. September besucht hatten, habe man bereits erreicht, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. 

Viele seien schon in Quarantäne. Bislang seien sechs Corona-Tests positiv ausgefallen, "darunter auch bei mehreren Beschäftigten der Bar". Nach etwa 100 Barbesuchern werde noch gesucht. Viele hatten den Angaben zufolge falsche Kontaktdaten hinterlassen.

Einen Überblick, wie viele der infrage kommenden Gäste sich in der Bar tatsächlich infiziert haben, werde es wahrscheinlich erst in der kommenden Woche geben.

In zweiwöchige Quarantäne müsse jeder, der als sogenannte "Kontaktperson eins" eingestuft werde. Da in der Bar infizierte Bedienungen gearbeitet hätten, seien dies alle Gäste, die den Innenraum der "Katze" an den fraglichen Tagen nach 19 Uhr betreten haben. 

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

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