Nächstes Milliarden-Projekt in Hamburg: Bau von neuem S-Bahn-Tunnel genehmigt

Hamburg - Für das Milliardenprojekt eines Tunnels zur Entlastung des Hamburger Bahnknotens ist eine wichtige Vorentscheidung gefallen. Die Deutsche Bahn, der Bund und der Senat der Hansestadt haben sich darauf verständigt, den Bau eines rund sechs Kilometer langen S-Bahn-Tunnels vom Hauptbahnhof bis nach Altona zu untersuchen.

Von Hauptbahnhof aus soll ein Tunnel in Richtung Altona gebaut werden. (Symbolbild)
Von Hauptbahnhof aus soll ein Tunnel in Richtung Altona gebaut werden. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa

Das berichtete die Verkehrsbehörde am Donnerstag im Verkehrsausschuss der Hamburger Bürgerschaft.

Das Bauvorhaben mit der sperrigen Bezeichnung "Verbindungsbahnentlastungstunnel" ist im Bedarfsplan für Bundesschienenwege mit höchster Dringlichkeit verzeichnet.

Für das Projekt allein werden in dem 40 Milliarden Euro schweren Maßnahmenkatalog rund 2,66 Milliarden Euro veranschlagt.

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Auf der Bahnstrecke zwischen dem chronisch überlasteten Hauptbahnhof und Altona verkehren nach Bahn-Angaben derzeit täglich 300 Regional- und Fernzüge sowie 900 S-Bahnzüge.

Auf einem der bundesweit am stärksten befahrenen Streckenabschnitt sollen Kapazitäten für den Fernverkehr frei werden, indem der S-Bahn-Verkehr unter die Erde verlegt wird.

Das Projekt gilt als wichtiger Baustein für den geplanten "Deutschlandtakt" der Bahn.

Zeitplan für den Bau des Tunnels noch offen

Er soll dafür sorgen, dass ab 2030 Züge zwischen den größten Städten im Halbstundentakt fahren und Anschlüsse besser aufeinander abgestimmt sind. Fahrgäste der Bahn würden davon mit deutlich geringeren Fahrzeiten profitieren.

"Der neue Tunnel ist ein zentraler Schlüssel für den Deutschlandtakt an einem der wichtigsten Eisenbahnknoten Deutschlands", sagte Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne). Bahn und Stadt wollen nun bis Anfang 2023 in einer Machbarkeitsstudie ausloten, wie das Projekt im Detail umgesetzt werden kann.

Einen Zeitplan für den Bau und einen genauen Streckenverlauf gibt es noch nicht.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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