Schnee und Kälte! Hunderte Obdachlose flüchten in Hamburger Notunterkünfte

Hamburg - Die eisigen Temperaturen und der Schnee haben viele Menschen in die Hamburger Obdachlosenunterkünfte getrieben.

Obdachlose liegen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unter einer Brücke an der Helgoländer Allee.
Obdachlose liegen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unter einer Brücke an der Helgoländer Allee.  © Bodo Marks/dpa

So hätten 763 Menschen das Angebot für Bedürftige in der Nacht zum Dienstag genutzt, teilte ein Sprecher der Sozialbehörde in Hamburg mit. In der Nacht zuvor waren es 25 Männer und Frauen weniger.

"Damit bestehen weiter freie Kapazitäten. Um das Angebot in Anspruch zu nehmen, ist es ausreichend, sich vor Ort an einem der Standorte einzufinden. Keine Personen müssen aus Kapazitätsgründen abgewiesen werden", sagte der Sprecher weiter.

Von Kältetoten, die die Minusgrade der vergangenen Tage zum Opfer gefallen sind, war der Sozialbehörde zunächst nichts bekannt.

Das Winternotprogramm der Stadt Hamburg ist aufgrund des kalten Winterwetters bis zum kommenden Dienstag ausgeweitet worden.

Es ist deshalb derzeit auch tagsüber für die Bedürftigen geöffnet. Nachts ist zudem der Hamburger Kältebus unterwegs.

So könnt Ihr im Notfall helfen

Ehrenamtliche Helfer stehen mit ihrem Kältebus vor einer Winternotunterkunft in der Friesenstraße.
Ehrenamtliche Helfer stehen mit ihrem Kältebus vor einer Winternotunterkunft in der Friesenstraße.  © Christian Charisius/dpa

Wer hilfebedürftige Obdachlose bemerkt, wird gebeten, über die Hamburger Telefonnummer 428285000 die Sozialarbeiter der Bezirke und die Sozialbehörde zu informieren, damit Straßensozialarbeiter den Obdachlosen helfen können.

Die Hotline ist montags bis freitags, von 7 bis 19 Uhr, erreichbar. Der Kältebus ist abends unter der Nummer 0151 65683368 zu erreichen.

Sollten die Bedürftigen dagegen in akuter Gefahr sein, wäre direkt die 112 (Rettungsdienst) oder die 110 (Polizei) zu rufen.

Die Stadt finanziert nach eigenen Angaben für obdachlose Menschen das Winternotprogramm im Umfang von etwa zehn Millionen Euro von November bis März.

Zudem gibt es ganzjährig ein umfassendes Hilfesystem mit Straßensozialarbeit, Beratungsstellen, Fachstellen für Wohnungsnotfällen und weiteren Institutionen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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