Durchgang nur noch im Ausnahmefall: Ohlsdorfer Friedhof bekommt Schranke

Hamburg - Auf Hamburgs größtem Friedhof wird es künftig ruhiger: Wie im Dezember vom Aufsichtsrat beschlossen, soll es auf dem Friedhof Ohlsdorf im Herbst ein Schrankensystem für Pkw geben, teilte die Umweltbehörde am Freitag mit.

Fußgänger sollen auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Zukunft mehr Ruhe haben.
Fußgänger sollen auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Zukunft mehr Ruhe haben.  © Angelika Warmuth dpa/lno

Es werde auf der Mittelallee zwischen Ida-Ehre- und Kirschenallee installiert und soll den Durchgangsverkehr der Berufspendler wirksam reduzieren. 

Für Trauergäste und das Gewerbe am Friedhof gibt es Ausnahmen. Veranschlagt sind Investitionskosten in Höhe von 448.000 Euro.

"Ein Friedhof soll ein Ort der Trauer, des Gedenkens und der Ruhe sein. Aus der Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Friedhofs wissen wir, dass der eigentlich verbotene Durchgangsverkehr in Ohlsdorf für viele ein großes Ärgernis ist", sagte Behördensprecher Jan Dube.

Die Schrankenlösung sei unkompliziert und praktikabel.

Eine Genehmigung zum Öffnen der Schranke erhalten etwa Vertreter von Bestattungs-, Gärtner- und Steinmetz-Betrieben sowie die Angestellten des Friedhofs.

Der HVV wird mit seinen Bussen ebenfalls weiter den gesamten Friedhof befahren können. 

Besucher von Trauerfeiern können für den Weg zur jeweiligen Kapelle über ein elektronisches Rufsystem die Schranke öffnen lassen.

Die Schranken begrenzen Fußgänger und den Radverkehr nicht. Autos können während der Öffnungszeiten des Friedhofs die anderen Zufahrten nutzen.

Titelfoto: Angelika Warmuth dpa/lno

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