Dieses wichtige Projekt steckt hinter den "Hass"-Plakaten in der City

Hamburg - Eine Plakataktion wirbt seit Montag in Hamburg für den Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge.

Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen) stellt die Plakatkampagne vor.
Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen) stellt die Plakatkampagne vor.  © Daniel Reinhardt/dpa

Bis zum 27. Januar – dem internationalen Holocaustgedenktag – wollen die Initiatoren der Kampagne "Nein zu Antisemitismus. Ja zur Bornplatzsynagoge" möglichst viele Unterstützer für den Wiederaufbau der 1938 zerstörten Synagoge gewinnen.

"Seit 82 Jahren trägt Hamburg eine offene Wunde im Herzen der Stadt. Ich bin nun hoffnungsfroh, dass wir als Senat und mit Unterstützung des Bundes nun die historische Chance haben, die Bornplatzsynagoge an ihrem historischen Ort wieder aufzubauen", sagte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne).

Am 27. November hat der Haushaltsausschuss des Bundestags Bundesmittel in Höhe von 65 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge freigegeben.

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Auch die Hamburgische Bürgerschaft hat bekräftigt, dass sie es für wichtig hält, die Sichtbarkeit des jüdischen Lebens in Hamburg zu stärken.

Neuer Bau soll an alte Dimension anknüpfen

Unterstützer der Initiative enthüllen ein Plakat in der Innenstadt.
Unterstützer der Initiative enthüllen ein Plakat in der Innenstadt.  © Daniel Reinhardt/dpa

Eine Machbarkeitsstudie soll nun unter anderem klären, wie der Neubau architektonisch gestaltet werden soll.

Die Jüdische Gemeinde befürwortet, dass die neue Synagoge in ihrer Gestaltung und in ihren Dimensionen an die zerstörte Bornplatzsynagoge anknüpft.

Die Synagoge am ehemaligen Bornplatz (heute Joseph-Carlebach-Platz) wurde 1908 eingeweiht und galt als größte Synagoge Norddeutschlands. Während der Novemberpogrome 1938 wurde sie von den Nazis geschändet und in Brand gesetzt.

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Ein Jahr später wurde die Jüdische Gemeinde gezwungen, die Synagoge abzureißen.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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