Bürgermeister Tschentscher will nicht auf Novavax warten: "Jetzt rollt die Welle"

Hamburg - Trotz durch Omikron in die Höhe schnellender Corona-Infektionszahlen könnte Deutschland ohne weitere Verschärfungen der Maßnahmen durch die Pandemie kommen.

Peter Tschentscher (56, SPD), Erster Bürgermeister und Präsident des Senats, äußerte sich zur aktuellen Corona-Lage.
Peter Tschentscher (56, SPD), Erster Bürgermeister und Präsident des Senats, äußerte sich zur aktuellen Corona-Lage.  © Marcus Brandt/dpa

Dies habe das Expertengremium der Bundesregierung deutlich gemacht, sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (56) am Montag nach Beratungen mit seinen Länder-Kollegen und Bundeskanzler Olaf Scholz (beide SPD) zur Corona-Lage.

Voraussetzung sei, dass es trotz der hohen Neuinfektionszahlen zu einer "nicht überschießenden Zahl an behandlungsbedürftigen Krankenhauspatienten" komme.

"Wenn uns das gelingt, können die Maßnahmen bleiben, wie sie sind", sagte er. "Wenn es uns sogar gelingt, diese Zahl zu verringern, dann können diese Maßnahmen gelockert werden." Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz sei der Maßstab. Wenn diese noch einmal kritisch ansteige, könne es aber andererseits auch sein, "dass wir zusätzliche Beschränkungen beschließen müssen".

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Der Schlüssel zum Erfolg sei weiterhin das Impfen und Boostern, sagte Tschentscher. Derzeit stehe bundesweit genügend Impfstoff zur Verfügung.

Zugleich habe die Bundesregierung angekündigt, dass Ende Februar auch der neue Impfstoff Novavax in Deutschland zur Verfügung stehe. Der Bürgermeister warnte angesichts der hohen Infektionszahlen aber davor, darauf zu warten.

"Die Impfstoffe, die wir haben, sind sehr gut", sagte er. Deshalb sollte man sich jetzt impfen oder eine Auffrischungsimpfung geben lassen - "denn jetzt rollt die Welle".

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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