Hamburger "Pimmelgate" um Innensenator beschäftigt weiter Polizei

Hamburg - Die als "Pimmelgate" bekannt gewordene Kontroverse um die strafrechtliche Verfolgung von beleidigenden Äußerungen gegen Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD, 53) beschäftigt weiter die Polizei.

Der Innensenator von Hamburg, Andy Grote (SPD, 53), gestikuliert bei einer Pressekonferenz.
Der Innensenator von Hamburg, Andy Grote (SPD, 53), gestikuliert bei einer Pressekonferenz.  © Regina Wank/dpa

Am Freitag seien im Umfeld der Wohnung des Senators auf St. Pauli erneut 17 gelbe Aufkleber mit der Aufschrift "Andy, Du bist so 1 Pimmel" entdeckt und von Beamten entfernt worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutsche Presse-Agentur.

Der Einsatz sei zum einen im Sinne der Gefahrenabwehr erfolgt, da der Verdacht auf Beleidigung bestehe, und zum anderen zur Beweissicherung.

Schon zu Monatsbeginn waren rund 20 solche Aufkleber in der Umgebung der Wohnung des Senators von der Polizei entfernt worden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittele in der Sache gegen unbekannt, hieß es.

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Ein Tweet mit demselben Wortlaut wie auf den Aufklebern hatte im September auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zu einer Hausdurchsuchung geführt.

Grote hatte den Urheber des Ausspruchs zuvor wegen Beleidigung angezeigt.

Die Strafverfolgung hatte im Netz unter dem Hashtag "Pimmelgate" für Aufregung gesorgt und war vielfach als unverhältnismäßig kritisiert worden.

Titelfoto: Montage: Regina Wank/dpa, Twitter

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