Gefährliche Szenen nach Corona-Party: Polizei-Video sorgt für Empörung!

Hamburg - Ein Video, das einen Polizeieinsatz im Hamburger Jenischpark nach einer mutmaßlichen Corona-Party zeigt, sorgt aktuell für viel Unmut im Netz.

Menschen genießen das sonnige Wetter auf einer Wiese im Jenischpark.
Menschen genießen das sonnige Wetter auf einer Wiese im Jenischpark.  © Jonas Walzberg/dpa

Zu sehen ist ein junger Mann, der vor zwei Polizeibeamten und einem Streifenwagen flüchtet. Das Fahrzeug kommt dem Mann dabei gefährlich nah.

Besonders schockierend scheint für viele der Hintergrund der dramatischen Verfolgungsjagd zu sein: Denn der Mann steht im Verdacht mehrere Menschen in dem Park umarmt zu haben.

Am Freitag bezog die Polizei via Twitter Stellung zu dem Vorfall. "Es erreicht uns Kritik im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz im #Jenischpark und einer in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Videosequenz", heißt es darin.

Der Einsatz habe am Montagnachmittag stattgefunden. Anwohner und Passanten hätten gemeldet, dass sich mehrere Menschen in dem Park nicht an die geltenden Regeln zur Eindämmung des Coronavirus gehalten hätten. Es sei laute Musik gehört und Alkohol konsumiert worden.

"Mit dem Eintreffen uniformierter Kräfte zerstreuten sich die Jugendlichen", so die Polizei. Offenbar provozierte der junge Mann die Beamten dann noch, "indem er andere umarmte und abklatschte."

Als die Polizei ihn daraufhin kontrollieren wollte, flüchtete der Jugendliche zu Fuß.

Hamburger Polizei leitet Verfahren ein

An diesem Punkt setzt dann die Videosequenz ein, die ein Twitter-User veröffentlichte und die sich aktuell in den sozialen Netzwerken weiter verbreitet.

Die Hamburger Polizei bestätigt: "Der Einsatz des Fahrzeuges erweckt auf den Videobildern auch bei uns den Eindruck, dass eine Gefahr für außenstehende Personen bestanden haben könnte." Außerdem sei ein erkennbarer Schaden am Polizeifahrzeug nachweisbar.

Dementsprechend habe man nicht nur ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Jugendlichen eingeleitet. Man werde den Einsatz auch mit dem Fahrer und den eingesetzten Beamten nachbereiten, hieß es.

Eine Stellungnahme, die vielen Twitter-Usern so aber nicht ausreicht. "Ich dachte, es sei das Ziel, das Virus zu töten und nicht die Menschen", heißt es etwa in einem Beitrag.

Und: "Diese Erklärung der Polizei ist fast noch bitterer als die Verfolgungsjagd", kommentiert ein anderer User.

Titelfoto: Jonas Walzberg/dpa, Twitter kuranyi salami

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