Rewe, Ikea, H&M & Co.: Zweitägige Warnstreiks im Hamburger Einzelhandel

Hamburg - Im Tarifkonflikt des Hamburger Einzelhandels dehnt die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks aus. Von Freitag bis Samstag sind die Beschäftigten in etlichen Betrieben zu zweitägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Die Gewerkschaft Verdi hat den Einzelhandel in Hamburg zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen.
Die Gewerkschaft Verdi hat den Einzelhandel in Hamburg zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Betroffen sei unter anderem der Lebensmitteleinzelhandel, unter anderem mit Rewe und Penny sowie Marktkauf und Kaufland.

Warnstreiks soll es auch bei den Filialen der Buchhandelskette Thalia sowie Modehändlern wie Primark, Zara und H&M geben, außerdem bei Hermes Fulfilment, Ikea und Douglas.

"Grund dafür ist die Weigerung der Arbeitgeberseite, ein ausreichendes Angebot in der laufenden Tarifrunde für die circa 70.000 Beschäftigten des Hamburger Einzel- und Versandhandels vorzulegen", heißt es in der Verdi-Mitteilung.

Am Flughafen festgehalten: Linke Fraktionschefin Özdemir stellt Strafanzeige
Hamburg Politik Am Flughafen festgehalten: Linke Fraktionschefin Özdemir stellt Strafanzeige

Die Gewerkschaft verlangt unter anderem 4,5 Prozent mehr Geld, ein Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde sowie eine Allgemeinverbindlichkeit der Hamburger Tarifverträge.

Die Arbeitgeber hätten bislang nur ein Prozent nach zwei Nullmonaten für 2021 und eine Einmalzahlung in Höhe von 1,4 Prozent des individuellen Entgelts angeboten, kritisierte die Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp.

Das stehe "in überhaupt keinem Verhältnis zu den gewaltigen Umsatzsteigerungen im Einzelhandel". Sie sprach von "außergewöhnlichen Leistungen" der Beschäftigten während der Corona-Pandemie.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Hamburg: