Terminbücher der Friseure voll: "Hygieneschutz wie in einer Arztpraxis"

Hamburg - Der Nachholbedarf ist groß: Schon Tage vor Wiedereröffnung der Friseursalons am Montag (1. März) sind die Terminbücher für die kommenden Wochen gut gefüllt. Wer jetzt noch keinen Termin ergattert hat, wird es nach Angaben der Hamburger Innung schwer haben.

Am 1. März dürfen Friseursalons wieder öffnen - der Ansturm ist groß.
Am 1. März dürfen Friseursalons wieder öffnen - der Ansturm ist groß.  © Sebastian Kahnert/dpa

"Man kann es versuchen, aber ob man tatsächlich noch in den ersten beiden Wochen dran kommt, ist die Frage", sagte der Verbandsvorsitzende, Birger Kentzler, der Deutschen Presse-Agentur.

Spontan in einem Salon vorbeizuschauen ist nicht möglich. Die Friseure arbeiten wegen der Corona-Pandemie ausschließlich nach vorheriger Terminvergabe.

Kentzler betonte, angesichts des finanziellen Drucks während des Lockdowns sei die Erleichterung in der Branche über die Wiedereröffnung groß. "Es gibt Kollegen, die machen schon um Mitternacht auf", sagte er.

Sorgen bereitet Kentzler, was nach dem ersten Ansturm kommt. "Wenn es wieder zu einem normalen Betrieb kommt und dann beispielsweise die gestundeten Mieten zurückgezahlt werden müssen, dann könnte es für einige sehr knapp werden", sagte er.

Die Vorbereitungen für Montag laufen auf Hochtouren. Angst vor einer Ansteckung in den Salons braucht man nach Meinung von Kentzler nicht zu haben. "Die Hygieneschutz-Maßnahmen sind bei uns mittlerweile aufgefahren wie in einer Arztpraxis."

Zusätzliche Regelung nach diesem Lockdown: Eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person dürfe nicht unterschritten werden, erklärte Kentzler. Anders als in manch anderem Bundesland werde dabei in Hamburg auch die Belegschaft miteingerechnet.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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