So soll der Hamburger Hauptbahnhof in Zukunft aussehen

Hamburg - Mit einer gläsernen, quergestellten Halle vor der Südseite soll der Hamburger Hauptbahnhof fit für die Zukunft gemacht werden.

Das Modell zeigt den Siegerentwurf für die geplante Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs.
Das Modell zeigt den Siegerentwurf für die geplante Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs.  © Daniel Reinhardt/dpa

Außerdem sieht der Siegerentwurf zur Neugestaltung des chronisch überlasteten Verkehrsknotens, der am Dienstag von Stadt und Bahn vorgestellt wurde, eine Erweiterung der Tonnendachkonstruktion an der Ostseite sowie die Aufwertung der umliegenden Plätze und eine stärkere Einbindung des Bahnhofs in die umliegenden Stadträume vor.

Der Entwurf von "bof Architekten" aus Hamburg und den Landschaftsarchitekten "hutterreimann" aus Berlin habe sich in der Schlussrunde gegen sechs weitere Bewerber durchgesetzt, sagten Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) und Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne).

Er soll Grundlage eines Masterplans für die Erweiterung des Hauptbahnhofs und die Entwicklung seines Umfelds werden. Bereits heute sei der Bahnhof mit täglich rund 550.000 Menschen eigentlich zu klein, sagte Tjarks.

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"Durch den Deutschlandtakt, die S4 und die U5 wird sich die Zahl der Menschen, die den Hauptbahnhof täglich nutzen, auf 750.000 Menschen in 20 Jahren erhöhen." Dieser Entwicklung gelte es Rechnung zu tragen.

Josef Höing (56), Oberbaudirektor der Stadt Hamburg, stellte die geplante Erweiterung des Hauptbahnhofs vor.
Josef Höing (56), Oberbaudirektor der Stadt Hamburg, stellte die geplante Erweiterung des Hauptbahnhofs vor.  © Daniel Reinhardt/dpa

"Auch 115 Jahre nach Inbetriebnahme noch ein beeindruckendes Bauwerk"

Der unter Denkmalschutz stehende Hauptbahnhof sei auch in architektonischer Hinsicht bedeutsam, betonte Stapelfeldt.

"Die freitragende Dachkonstruktion der Bahnsteighalle mit ihren mehr als 70 Metern Spannweite ist auch 115 Jahre nach ihrer Inbetriebnahme noch ein beeindruckendes Bauwerk."

Der Siegerentwurf zeige nicht nur Respekt und Verständnis für den architektonischen Wert des Gebäudes, sondern entwickle es "mit einer zeitgenössischen, aber dennoch kontextuellen Architektursprache spektakulär und kraftvoll weiter".

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa (Bildmontage)

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