SPD fordert: Storno für Klassenreisen auch im neuen Schuljahr ersetzen

Kiel - Die Stornokosten für abgesagte Klassenreisen sollten Eltern nach Auffassung der SPD auch im neuen Schuljahr vom schleswig-holsteinischen Bildungsministerium ersetzt bekommen. 

Die Stornokosten für abgesagte Klassenreisen sollten Eltern nach Auffassung der SPD auch im neuen Schuljahr vom schleswig-holsteinischen Bildungsministerium ersetzt bekommen.
Die Stornokosten für abgesagte Klassenreisen sollten Eltern nach Auffassung der SPD auch im neuen Schuljahr vom schleswig-holsteinischen Bildungsministerium ersetzt bekommen.  © 123RF/rawpixel

"Der Antragsschluss für die Storno-Erstattung von Reisen, die im letzten Schuljahr hätten stattfinden müssen, war der 14. August", sagte SPD-Bildungsexperte Martin Habersaat (43). 

Bildungsministerin Karin Prien (55, CDU) solle bald Bilanz ziehen und auch eine Regelung für Klassenreisen im neuen Schuljahr vorlegen, die vor der Corona-Krise gebucht wurden, forderte er.

Um persönliche Härten zu vermeiden, konnten Eltern in Schleswig-Holstein eine Erstattung der Stornokosten beim Ministerium beantragen. Die Ministerin habe diese Regelung willkürlich auf Klassenfahrten im Schuljahr 2019/20 begrenzt, kritisierte Habersaat. 

"Vor der Corona-Krise wurden aber auch Fahrten für das jetzt begonnene Schuljahr gebucht, die jetzt abgesagt werden oder bereits abgesagt wurden", erläuterte der Politiker. "Alle Argumente für eine Unterstützung der Eltern gelten auch hier."

Nach Auffassung der SPD sollten Klassenfahrten wegen ihrer pädagogischen Bedeutung stattfinden. Eine Stimmung "pro Klassenreise" gebe es an den Schulen aber nur, wenn die Lehrkräfte nicht mit dem Ärger um Absagen alleine gelassen und Eltern bei besonderen Härten unterstützt werden, betonte Habersaat.

Er kritisierte auch die aktuelle Vorgabe des Ministeriums, nach der Klassen- und Studienfahrten nur stattfinden können, wenn alle Teilnehmer beziehungsweise Sorgeberechtigten einverstanden sind. Man wünsche niemandem die Situation, als einziger Sorgeberechtigter Zweifel zu haben, meinte Habersaat. 

Aus Sicht Priens möge die momentane Lösung vielleicht rechtssicher sein, "sie motiviert aber nicht zur Planung und Durchführung von Reisen und trägt nicht zur Rettung von Jugendherbergen und Schullandheimen bei".

Titelfoto: 123RF/rawpixel

Mehr zum Thema Hamburg:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0